Analogik ist ein Musikerkollektiv aus Dänemark,

das sich seit der Gründung 2003 für seinen durchgeknallten eklektischen Sound auf Festivals wie Glastonbury, Roskilde oder dem Fusion Festival einen Namen erspielt hat. Da mischten sich wie selbstverständlich und mit viel verschmitztem Humor analoge Synthies der späten 70er und frühen 80er Jahre mit digitalen Klängen, Saxophon mit Synthie oder Violine mit Laptop und Akkordeon, um den unverwechselbaren lo-fi Sound der Band zu erzeugen.
Ganz unterschiedliche Musikstile wie HipHop und Elektro-Swing gingen mit Surf, Ska, Downtempo-Beats, Jazz, Cowboy- und Gypsy-Musik eine Verbindung ein wie auf ihrem Indiehit „The Gypsi Doodle“, zu dem die Elektro-Swing-Gemeinde zwischen Tokio und London tanzte.
Auf ihrem neuen Album „New Seeland“, das am 20.04.2012 bei MunkaMunka Records im Vertrieb von Rough Trade veröffentlicht wird, wenden sich die vier vollbärtigen Dänen nun von den osteuropäischen Sounds ab und der Musik aus Afrika zu. Dabei erreicht ihre Mixwut einen vorläufigen Höhepunkt: äthiopische Funk-Klänge der 70er Jahre treffen auf Schlagzeug und Bass-Grooves, die an Elektropioniere wie Mouse On Mars erinnern, und hypnotische Bläsereinlagen vereinigen sich mit schrägen Beats. Inspiriert von Musikern wie dem äthiopischen Sänger Alemayehu Eshete, der sich kleidete wie Elvis, aber sang wie James Brown, und in ähnlicher Form die Genres verband wie Analogik heute, findet das Kollektiv auf dem Album zu einem ganz eigenen Sound, einer Art Umkehr zu der Art und Weise, in der Eshete in den 1970er Jahren westliche Musik nach Afrika brachte.

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