Corinne Bailey Rae: Zurück ans Licht, zurück ins Leben

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Ihr Debütalbum mit feinen Hits wie „Put Your Records On“ verkaufte über vier Millionen Stück. Al Green oder Herbie Hancock rissen sich darum, ihre schöne Stimme auf ihre Alben zu bekommen. Dem musikalischen Glück folgte die private Katastrophe. Ihr Mann verstarb überraschend nach einer drogenschwangeren Zechtour. The Sea steht unter dem Einfluss dieses schrecklichen Traumas und klingt zeitweilig überraschend rau. Die einem Vorort von Leeds entstammende Singer/Songwriterin hat das Gros der neuen Lieder in Manchester aufgenommen. Sie wollte wieder ein ähnliches Feeling im Studio haben wie bei ihrem Debüt, als sie noch kein Millionenseller war, und sie nahm sich dafür alle künstlerischen Freiheiten. Es war ihr wichtig, das Album selbst mit zu produzieren, weil sie im Falle von Unsicherheiten die musikalische Weiterentwicklung und den Sound des Albums selbst bestimmen wollte. So ließ sie einige Songs von Steve Brown in betörende Streicherarrangements kleiden, die aber nie die Essenz ihrer Kunst gefährden. Und an manchen Stellen brandet eine unerwartete Gefährlichkeit auf, ihre Stimme wird beinah schon aggressiv. Neben dem poetischen Titelsong „The Sea“, in dem die Sängerin besonders verletzlich wirkt, markiert das versponnene „I Would Like To Call It Beauty“ mit seiner Entdeckung, dass ausgerechnet in den dunkelsten Momenten so etwas wie Schönheit entstehen kann, den Höhepunkt einer exquisiten Platte.

Quelle:
http://www.now-on.at/kritiken.artikel.php?artikel=3950

Corinne Bailey Rae

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