Die Geschichte dieser Band ist fast schon zu filmreif, um wahr zu sein.

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Ein Gruppe polioverserter Straßenmusiker, die in der Nähe des Zoos von Kinshasa hausen und auf aus Schrott selbstgebauten Instrumenten Musik machen, wird 2007 zufällig von einer Delegation westlicher Musiker, die im Rahmen des Africa Express Projektes nach Kinshasa reisten (darunter u.a. Damon Albarn), entdeckt.
 
Bereits mit ihrem Debutalbum Très très fort (2009) begann sich alles zu verändern: ihr zauberhaft groovendes, von altem Blues, Reggae und Funk inspiriertes Debutalbum geriet zu einem Symbol für Widerstandsfähigkeit und sie eroberten die Bühnen der Welt mit ihrem mitreißenden Optimismus.

Auch Bouger le Monde wurde wieder in Kinshasa mit großteils improvisierten Instrumenten aufgenommen. Das Album versammelt 11 rockig laute Songs, die sich nach wie vor durch eine sympathische Eigenwilligkeit auszeichnen, aber dennoch anspruchsvolle stilistische Weiterentwicklungen erkennen lassen. Diese dürften nicht zuletzt der Ursache geschuldet sein, dass drei neue Mitglieder zu Staff Benda Bilili hinzu stießen und frischen Wind in den hypnotischen Bandsound einbrachten.

Alle Mitglieder der Band wohnen weiterhin in Kinshasa. Jeder von ihnen besitzt entweder schon ein Haus oder baut sich gerade eins, sie haben neue Motorräder angeschafft und schicken ihre Kinder zur Schule. Sie wollen behinderten und obdachlosen Kindern in Kinshasa bei der Wohnungs- und Jobsuche helfen und sind gerade dabei eine Stiftung zu gründen, die u.a. eine Schule für diese Kinder beinhaltet.

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