Ensemble Du Verre – The Light Gets In

EDV

Die Nadel sinkt aufs Vinyl. Aus zartem Knistern und Knacken formen sich Rhythmus und Melodie, Gesang setzt ein: „Can you see the cracks – just look for the cracks! /There are cracks in everything – that is how the light gets in!“

Ensemble Du Verre sind keine Neulinge. Ihr erstes Album The Light Gets In für das Label Compost Records ist bereits ihre sechste Veröffentlichung. Das dritte Album Sanctuary For Animals erhielt 2008 den Preis der deutschen Schallplattenkritik!
Das Ensemble du Verre verbindet auf innovative und gekonnte Weise Jazz und Elektronik, gebrochene Beats und kontemplative Ansätze. Musikalisch lässt es sich in den Bereich Elektro-Downbeat-Jazz einordnen.
Sönke Düwer, gebürtiger Hamburger und Nachkomme französischer Exilhugenotten namens du Verre, studierte Popularmusik und Jazz in Hamburg und Berlin, spielte mit Free Jazz-Größen wie Alexander von Schlippenbach und der amerikanischen Poetin Ursula Rucker. Ein Musiker in steter Bewegung, ob mit seinen eigenen Formationen oder als Mitglied der Hausband des Hamburger Mojo-Club. Sein profundes Wissen gibt er zudem als versierter Musikdozent weiter.
Mit The Light Gets In öffnet der umtriebige Multiinstrumentalist mit Schwerpunkt Schlagzeug, Komponist, Produzent und Betreiber des Labels Batterie ein weiteres Kapitel seines vielseitigen Schaffens. Erneut hat Düwer alle Stücke bis ins Detail im Alleingang komponiert und konzipiert.

Das Ensemble ist ja keine feste Band, es war schon immer ein Netzwerk und funktioniert als solches sehr gut. Sönke Düwer

Diesmal kamen der Hamburger Kontrabassist Jakob Dreyer (Torsten Goods, Nils Landgren) sowie die Saxofonisten Stefan Kuchel (Roger Cicero, NDR Bigband), mit dem Düwer seit vielen Jahren das Projekt Groove Galaxi betreibt und der schon am Vorgängeralbum The Contemporary Cowboy beteiligte Brite Penrose Feast. Und dann ist da noch die großartige Sängerin Schirin Al-Mousa. Die klassisch ausgebildete Jazzvokalistin verfügt über einen betörend warmen, souligen Ton und jazzige Elastizität. Mal klingt sie lässig, fast beiläufig, bei eindringlichen Spoken Word-Stücken wie Dare wiederum dringt sie unmittelbar unter die Haut.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Herzog Promotion.

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