Grupo Fantasma – El Existential


Auf der einen Seite ist die lateinamerikanische Musik der letzten Jahre von den charmanten, aber letztlich doch etwas mit Patina belegten Platten des Buena Vista Social Club geprägt. Auf der anderen Seite bestimmen hoch glänzende Popstars wie Shakira das Bild eines überkommerzialisierten, inzwischen fast blutleeren Genres: Kein Herz, keine Leidenschaft, da pulsiert höchstens noch die Geldmaschine.
Da lobte man sich das kleine Label „Übersee Records“, das es immer wieder verstand, unbekannte Bands aus Argentinien, Uruguay und anderen Teilen Südamerikas über den Atlantik zu holen, die einer nach „echten“, lebendigen Sounds gierenden Fangemeinde ordentlich einheizten – und davon nicht genug bekommen können.
Gut also, das mit der Grupo Fantasma nun Verstärkung nach Europa kommt, wenn auch aus unerwarteter Ecke: Die vielköpfige Band um ihren Gitarristen und Produzenten Adrian Quesada stammt nämlich aus den USA. Dort ist sie schon seit zehn Jahren aktiv, hat einen Plattenvertrag bei dem hauseigenen Label der „National Geographic“ und ist, wie der Pressetext zu ihrem Album „El Existential“ glauben machen will, auch „legendär“.



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