Jamie Lidell singt: „The Ring“ auf der Parkbank

Wenige Musiker arbeiten mit ihrer Stimme und ein paar Effektgeräten so atemberaubend wie Jamie Lidell. Vor dem ZEIT ONLINE Rekorder bringt er eine Parkbank zum Wackeln.
Jamie Lidell braucht nicht viel, um großen Soul zu machen. Mit einem kleinen Rollkoffer kommt der Engländer zum Termin am Anhalter Bahnhof in Berlin. Nimmt Platz auf einer Parkbank und packt aus: ein paar Kabel, ein Mikrofon, drei analoge Effektgeräte und einen scheppernden Miniatur-Verstärker. Gitarre? Nicht nötig, sein Instrument ist die Stimme. Wollte man seiner Musik eine Farbe geben, so wäre die eindeutig schwarz. Aber welche Rolle spielt das eigentlich.
Gerade hat Jamie Lidell sein Album Compass zusammen mit Beck aufgenommen. Leslie  Feist und Chris Taylor haben geholfen. „Alles ist jetzt neu“, sagt er im Interview. „Ich habe in New York ein neues Leben angefangen, lebe in einer neuen Beziehung und habe auch musikalisch neu begonnen.“ Er sei seinem inneren Kompass gefolgt. „Und jedes Mal, wenn ich dem vertraut habe, ist etwas Gutes passiert.“
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