Magic Peterson Sunshine – eine Gilles Peterson MPS Compilation

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Gilles Peterson hat zu dem Label MPS eine besondere Liebesbeziehung. Um genau zu sein reicht sie schon mehr als drei Jahrzehnte zurück ins London der 80er Jahre, als Gilles noch am Anfang einer einzigartigen DJ-, Radio- und Produzentenkarriere stand. mpsDamals entstand sein Interesse an ungewöhnlichen und einzigartigen Jazzaufnahmen und so stieß er unweigerlich auf das Label aus dem Schwarzwald, dessen Katalog reichlich völlig eigenständiges Repertoire umfasst, das nirgendwo sonst jemals veröffentlicht wurde. Natürlich gibt es auch eine ganze Reihe von besonderen Interpretationen von Jazzklassikern, aber Gilles hatte schon sehr früh ein Talent entwickelt „deeper zu diggen“, also sich hinein zu graben in die Tiefen eines Archivs und die Besonderheiten des Kataloges, manchmal sogar eine Obskurität, zu Tage zu fördern.

Es gelingt ihm mühelos scheinbar oft gehörte Klassiker durch die Art der Zusammenstellung, Auswahl und Reihenfolge in einem völlig neuen, bislang nicht beachteten Zusammenhang zu präsentieren und damit jedem einzelnen Titel eine neue Energie, Frische und vor allem Zeitlosigkeit zu verleihen, immer auch mit einem Blick auf eine mögliche Clubtauglichkeit der ausgewählten Aufnahmen.
Die vorliegende MPS Compilation ist ein besonders schönes Beispiel für dieses besondere Talent von Gilles Peterson, liefert es zwar nur einen kleinen, aber dennoch extrem wohlausgewählten Ausschnitt aus den Tiefen des MPS-Archivs:

1. Don Ellis – Dew
2. Mary Lou Williams – It Ain’t Necessarily So
3. Johnny Teupen – Harp Revolution
4. Petro Iturralde feat Paco de Lucia
5. Gunther Hampel – Our Chant
6. George Gruntz – Nemeit
7. Orchestra Roland Kovac – Service 1
8. Third Wave – Love Train
9. Singers Unlimited – Stone Ground Seven
10. Eddie Louiss – Out of the Sorcellery
11. John Taylor Trio – White Magic (CD Bonus Track)
12. Modern Jazz Group Freiburg – Big P
13. Francy Boland – LilleMor
14. Mark Murphy – Why and How
15. Wolfgang Lauth & Hermann Impertos – Denn Liebe ist stark wie der Tod
16. Wolfgang Dauner – Love in Summer

 

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Herzog Promotion.

Uwe

aka SOULGURU // straight outta Coburg (Oberfranken) // wohnhaft in der Nähe von Stuttgart // Jahrgang 61 // musikbegeistert seit früher Kindheit // hauptberuflich in leitender Stellung als Logistiker tätig // Vater von 2 Söhnen // Musik-Blogger seit 2009

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