Rainer von Vielen „Milch & Honig“

footer_image

Außergewöhnliches Talent und größtmögliche Beharrlichkeit haben schon desöfteren regionale Musiker aus der Provinz geführt. Was vor kurzem die bayerische ‚Blaskapelle‘ LaBrassBanda bis in die europäischen Metropolen geführt hat, könnte schon bald einen jungen Musiker mit dem Künstlernamen Rainer von Vielen aus dem Allgäu führen. Mit seiner eigentümlichen Mischung aus HipHop, Elektro, Songwriting und Obertongesang erfreut er schon seit ein paar Jahren ein wachsendes Publikum.
Auf „Milch & Honig“ bedient sich Rainer der gleichen Stilmittel wie schon auf „Kauz“ (2008), ist aber elektronischer und politischer geworden. »Wir haben’s immer schon gewusst«, sind die ersten Worte auf dem Album – der Beat springt einen förmlich an – »sahen das Unglück schon von Weitem nahen, wollten dass alles beim Alten bleibt und haben nichts getan.« Das ist starker Tobak, der trotzdem genügend Raum für die leisen Töne lässt.
Rainer von Vielens poetisches Gespür, sein reflektiertes, ironisches Politikverständnis, seine ureigene Sicht auf die Welt und die wichtigen Dinge, heben ihn hoch aus der Masse seiner vielen Konkurrenten, direkt hinein in die Spitzengruppe.
»Weg damit, weg damit…«, singt er in „Her Damit“: »Ich hab genug vom Jammern, genug vom Gestern-Klammern«, dann beginnt er eine Aufzählung, was er sich und uns stattdessen wünschen würde. 
Machen wir es kurz und sagen es mit Rainers Worten: »Her damit, gib uns mehr davon, her damit und wir sind quitt!«
[lp: @@@@@]
Quelle:

Rainer von Vielen - Milch & Honig (Bonus Track Edition)

Kommentar verfassen