Rickie Lee Kroell can sing, sing, sing!

Bereits im vergangenen Jahr machte die talentierte Münchenerin, die ihre Kindheit übrigens in New York verbrachte, von sich reden. Als erste deutsche Künstlerin ging sie auf Internet-Tour und spielte 20 Konzerte im Studio, die per Livestream auf verschiedene Websites übertragen wurden. Damals mit dabei waren unter anderem rollingstone.de, sueddeutsche.de, prinz.de und natürlich SOULGURU.
Nach der Veröffentlichung der 1. Single und dem dazugehörigen Video ‚Call Me When It’s Over‘ erscheint nun am 20. Mai ihr Debütalbum.
Unter dem Titel ‚Otherwise‘ versammeln sich Songs mit ambivalenten Botschaften über das Sich-Verlieben, das Verlassen-Werden, das Festhalten und Loslassen.

Die Musik ist eine  Mischung aus Jazz, Pop, R&B und Soul, als Vorbilder lassen sich Rickie Lee Jones oder auch Norah Jones erahnen.

Meine Anspieltipps:

‚Call Me When It’s Over‘

Die Titelzeile stammt aus der SMS eines Kumpels von mir, der mich auf dem Weg zum Treffpunkt begleitet hat, an dem ich mit meinem damaligen Freund Schluss machen wollte. Der Text kam ein Vierteljahr später zusammen. Rickie Lee Kroell

Rickie Lee Kroell – Call Me When It’s Over by user4390044

‚Wide Open‘

Dieser Song ist 2009 in einem Hotelzimmer am Unionsquare in New York nach dem »Berklee-5-Week«-Programm entstanden. Ich war in einer sehr seltsamen Stimmung, weil ich drei Tage lang nur im Zimmer gehockt, »Nickelodeon« geschaut, Chickenwraps gegessen und nur darauf gewartet habe, dass mein damaliger Freund endlich ankommt, weil wir eine Woche Urlaub machen wollten. »Wide Open« handelt also vom Augenschließen und sich von der Welt wegbeamen, um dann rechtzeitig aufzuwachen und in seinen Armen aufwachen zu können. Rickie Lee Kroell

‚More To Me‘

Dieser Song entstand am Schreibtisch in meinem Dorm (Schlafhaus an amerikanischen Universitäten) während des fünfwöchigen Berklee-Sommer-Programms. Der Song handelt eigentlich davon, dass es bei einer Person um mehr geht als nur Oberflächlichkeiten und Körperliches. Ich war wohl ein wenig von der amerikanischen Mentalität, die ich das erste Mal hautnah erleben durfte, inspiriert. Bei dem Song habe ich Gesprächsfetzen aus Mensa-Unterhaltungen gesammelt und montiert. Manche Akkorde habe ich als Kind gehört, als mein Dad sie gespielt hat, und nun habe ich sie in den Song einfließen lassen. Das nenne ich gutes Recycling. Rickie Lee Kroell

Rickie Lee Kroell – More To Me by user4390044

 
‚All At War‘

Hier hat mich eines von Debussys Stücken inspiriert, nämlich »Reflet dans l’eau« aus der Image-Reihe. Wieder einmal wurde Debussy verpoppt und ein wenig verjazzt, mit einer klassischen III – VI – II – V – IFolge, dann war ich außerdem von Michael Jacksons »Stranger in Moscow« inspiriert, weil ich das Leadsheet zu der Zeit am Klavier liegen hatte … und so mischt man sich alles zusammen. Rickie Lee Kroell

Rickie Lee Kroell – All At War by user4390044

Von Rickie Lee, die ihre profunde musikalische Begabung inzwischen an der renommierten Berklee School Of Music in Boston veredelt hat, wird man mit Sicherheit noch viel hören.

»Nicht nur ihre Stimme ist bemerkenswert. Wer in diesem Alter solche Songs schreibt, hat die Zukunft vor sich«
Bernd Gockel, seinerzeit Chefredakteur des Rolling Stone

Rickie Lee Kroell geht im Mai auf Live-Tour durch Deutschland:

17.05.2011 – Jazzkeller Frankfurt am Main
18.05.2011 – Rampenlicht Mannheim
19.05.2011 – Backstage Club München
25.05.2011 – frannz club Berlin
26.05.2011 – Jazzclub im Stellwerk Hamburg
27.05.2011 – Topos Leverkusen

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