Rox – Memoirs

Roxanne Tania Tataei, kurz Rox, ist unbestritten eine der überzeugendsten Debütantinnen 2010. Ihr Album „Memoirs” ist das Ergebnis harter Arbeit und absoluten Willens. Trotz eines zarten Alters von 21 Jahren hat sich die Halb-Iranerin-Halb-Jamaikanerin unseren unbedingten Respekt verdient. Als Sängerin. Als Songwriterin. Als Künstlerin auf Rough Trade Records. Eine neue kraftvolle Stimme auf den Bühnen der Welt, die uns schon jetzt die eine oder andere Story zu erzählen hat. Rox entwickelte ihre Stimme im Kirchenchor, hier wächst ihre Liebe zum Auftritt und manifestiert sich ihre beneidenswerte Arbeitsmoral. Auch die vielen gemütlichen jamaikanischen Familientreffen bereichert sie mit eindrucksvollen Gesangseinlagen; liefert vielfältige Harmonien zu Schmorgerichten oder eine Solo-Performance zum Dessert. Ihre Talente setzt sie in Schulaufführungen und bei kurzen Gastspielen mit dem National Youth Musical Theatre ein, die meisten Schulferien verbringt sie auf Tour. Doch bald verabschiedet sich das fleissige Girl vom leicht angegrauten Jazz. Chicago (das Musical) wird gegen Sade, Portishead und Lauryn Hill eingetauscht und zum nächsten Notting Hill Carnival entdeckt Rox auch ihre Affinität zu Lovers-Rock und jamaikanischem Pomp wieder. Es wächst die Lust an komplexen Arrangements und eigener Musik und so gründet Rox eine akustische Jazzband. Schon die ersten Shows 2007 beweisen sowohl ihre musikalischen Fähigkeiten als auch ihre unheimliche Bühnenpräsenz. Schnell werden die üblichen A&R-Manager auf sie aufmerksam und Rox erhält etliche Angebote. Es ist dann vor allem die Aussicht auf absolute künstlerische Freiheit, die sie zu Rough Trade Records führt. Nachdem die Fundamente des Albums in Amerika gelegt wurden, kehrt Rox nach London zurück und arbeit hier weiter mit ihrem Freund Al Shux, jenem talentierten Kid, der Jay-Zs Ode an NYC ‘Empire State of Mind’ produzierte. Das Album ist wie Spiel in drei Hälften. Kennenlernen, Verlieben, Liebeskummer. Und dann alles wieder auf Null. Rox’ Lyrics legen ihre Emotionen frei, offenkundig und fortwährend. Es geht um den langen Prozess, den steinigen Weg, die harte Arbeit und jenen süßen Moment, wenn du am Ende des Tages mit einem Tusch das Gewinnerpodium enterst. Musikalisch bewegt sie sich souverän zwischen Southern Soul, angejazztem Pop bis hin zu Reggae. 

Rox - Memoirs

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