Shake a Bone von Son of Dave

Shake A Bone

Funky ass devil music“: viertes Album des englischen Bluesers.


Hinter dem Pseudonym Son Of Dave verbirgt sich der aus London stammende Musiker Benjamin Darvill. Schon von seiner äußerlichen Erscheinung her ist Son Of Dave ein Unikum: ein dürrer Typ im coolen 50er-Jahre-Anzug, mit großem Hut, zweifarbigen Brogues und einem Grinsen, das dem Teufel höchstpersönlich das Fürchten lehrt. Auch die Zutaten seiner Musik scheinen aus vergangenen Zeiten zu stammen, wenngleich es ihm gelingt, seinen bis auf die Knochen reduzierten Blues mit allerlei Effekten ins 21. Jahrhundert hinüber zu retten. „Beck wirkt dagegen konventionell“ schrieb das englische Magazin „Uncut“ über diese „funky ass devil music“. Nach seinem von der Kritik gelobten Album „03“ erscheint mit „Shake A Bone“ der von Steve Albini in Chicago produzierte Nachfolger. Und wieder einmal überrascht er mit seiner Fusion aus funkigen Vokalmustern, energischem Fußstampfen, divergierenden R&B-Riffs, improvisierter Perkussion und einer gewissen dekadenten New-Orleans-Atmosphäre. Oder, wie es der „NME“ auf den Punkt brachte: „Großartige Popmelodien, kernige Hooks und eingehende Refrains“. Was will man mehr?

                        Son

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