The Craig Charles Funk & Soul Club jetzt auch auf CD und MP3 (DJ-Compilation)


Craig Charles ist nicht nur Schauspieler, Stand-up-Comedian, Dichter, Radiomoderator und Club-DJ, sondern auch seit frühester Jugend ein überzeugter Soulboy, ist er doch mit Soulklängen groß geworden.

»Mein Vater stammt aus Guayana und er hat seine Platten von dort mitgebracht. Bei uns zuhause liefen ständig Ray Charles, The Platters, Aretha Franklin oder Otis Redding. Immerzu legte mein Dad diese alten Sachen auf. Tatsächlich hätten meine Eltern mich fast Otis genannt. Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen ist, wie meine Mum und mein Dad in der Küche zu »I’ve Got A Woman« von Ray Charles tanzen. Diesen Ausdruck purer, ausgelassener Freude auf ihren Gesichtern werde ich nie vergessen. Schon damals hat die Musik mich gepackt.«

»Als der Punk Großbritannien eroberte, stand ich auf P-Funk, während die andern Kids wie die Bescheuerten Pogo tanzten, wischte ich mir Talkum von den Schuhen. Mit vierzehn ging ich in einen schwarzen Underground-Club in Liverpool — ich weiß noch, wie ich dort zu »Up For The Down Stroke« von Parliament tanzte. Wenn sie Liverpool hören, dann denken alle an die Beatles oder Echo & The Bunnymen, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, wie stolz ich war, als The Real Thing in die Charts einstigen, weil es mit ihnen zumindest eine schwarze Band aus Liverpool geschafft hatte.«

2001, als die BBC den Start ihres neuen, digitalen Radiosenders BBC6 vorbereitete, bot sie ihm eine eigene Sendung an. Zehn Jahre nach Ausstrahlung der ersten Show ist sie nicht nur die Sendung des preisgekrönten Senders, die am längsten läuft, sondern auch diejenige, mit den meisten Zuschauern — ein beeindruckendes Ergebnis, für ein Format, das ursprünglich als reines „Nischenprogramm“ gedacht war.

Ob seines gigantischen Erfolges war es nur eine Frage der Zeit, bis Craig und Freestyle Records sich zusammen tun würden, um dieses Album zu ermöglichen, das wohl der Erfahrung, Craig im eigenen Wohnzimmer eine Party schmeißen zu lassen, so nahe kommt, wie irgend möglich. Gebeten, seinen Eindruck von dieser, seiner ersten DJ-Compilation und jener weltweit boomenden Szene, die sie repräsentiert, in Worte zu fassen, sagt Craig:

»Diese CD enthält 19 Abgeh-Nummern mit treibenden Bassdrums, mitreißenden Boogaloo-Bläser, fantastischen Vocals, dicken Beats und Basslines von Acts rund um den Globus, angefangen am anderen Ende der Welt, mit Australiens The Bamboos und ihrem ultimativem Partykracher »Amen Brother«, bis hin zu The Excitements aus Barcelona. Außerdem präsentiere ich euch ein paar Coverversionen, die selbst die Originale in den Schatten stellen, wie etwa Nostalgia 77 & Alice Russel, die sich »Seven Nation Army« von den White Stripes vorgeknöpft haben, oder »The Clap Hands Song« von T-Bird and The Breaks, ganz zu schweigen von The Incredible Bongo Band und ihrer Version des Rolling-Stones-Klassikers »Satisfaction«. Bands wie Smooth & Turrel aus dem Nordosten der Insel und The Haggis Horns belegen, dass die Musik James Browns auch in Großbritannien nicht auf taube Ohren gestoßen ist. All dieses Nummern haben das Zeug, jede Party, egal ob auf dem größten Festival oder in der kleinsten Hütte, und zwar völlig gleich wo auf der Welt oder im bekannten Universum, zum Brennen zu bringen.«

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