The Electro Swing Revolution

Gegen Ende des letzten Jahrtausends machten erstmals Formationen wie Jurassic 5, Yello oder Doop mit ihren Interpretationen von klassischen Jazz- & Swingthemen aus den 20er bis 50er Jahre auf sich aufmerksam. Später erreichten einzelne Remixe unter Stilart- Bezeichnungen wie Swing-House, Neo-Charleston oder Boogaloo-Breakbeat die Clubs und Radiostationen. Als Ende 2010 bei Lola’s World Records die erste Ausgabe der Compilation-Reihe The Electro Swing Revolution erschien, konnte niemand den durchschlagenden Erfolg dieser Doppel-CD voraussehen. Auch Vol. 3 der E- Swing-Reihe liefert wieder eine hochwertige aktuelle Zusammenstellung. Die beiden DJs und Redakteure Gülbahar Kültür (WDR Funkhaus Europa/Radio Bremen) und Johannes Heretsch (Radio Corax Halle/Berliner Fenster) haben sich wieder erfolgreich als Perlentaucher im schier unendlichen Electro Swing-Ozean betätigt.

Die hier gezeigte verblüffende Stilbreite belegt die Vielfalt der Electro Swing Revolution: Kojato, der aus Liberia stammende einstige Wegbegleiter des Afrobeat-Vaters Fela Kuti, erschuf mit seinem hitverdächtigen Like A Gypsy vermutlich den ersten Electro Afro Swing-Song:

Swingrowers’ Senza Ciatu aus dem sonnigen Sizilien lässt uns nur schwer die Beine stillhalten und wird sicher auch wegen des bezaubernden Gesangs von Loredana Grimaudo schon heute als Electro Swing-Megahit gehandelt:

Peanut Vendor, der Mambo-Klassiker von Swing-Ikone Anita O’Day, erfährt durch den exzellenten Remix von Club des Belugas nach über 60 Jahren eine bemerkenswerte Renaissance – diesmal im hippen Electro Swing-Gewand:


Das gesamte Album gibt es hier:

Uwe

aka SOULGURU // straight outta Coburg (Oberfranken) // wohnhaft in der Nähe von Stuttgart // Jahrgang 61 // musikbegeistert seit früher Kindheit // hauptberuflich in leitender Stellung als Logistiker tätig // Vater von 2 Söhnen // Musik-Blogger seit 2009

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