TIPP: ZOE.LEELAs erstes Full Length Album DIGITAL GUILT



So würden Moloko oder Goldfrapp heute klingen!


Aus dem Pressetext:

ZOE.LEELAserstes Full Length Album DIGITAL GUILT zelebriert das digitale Zeitalter und wirft – wie der Titel unschwer erahnen lässt – Fragen dazu auf. Haben wir die Informationsüberflutung überhaupt noch unter Kontrolle oder werden wir kontrolliert? Stellt uns die real-digitale Gesellschaft vor eine dauernde Bringschuld? Kämpfen wir nicht mittlerweile mit den Herausforderungen einer nachtragenden Welt, die nichts, aber auch gar nichts vergisst?
Die neue Wirklichkeit – Heilslehre oder Utopie von gestern?  Wo die einen das Netz als gesichtslose Hydra proklamieren, die es nach besten Kräften zu domestizieren gilt, fasziniert ZOE.LEELA die schöpferische Energie und kulturelle Freiheit im digitalen Raum. In der festen Überzeugung, dass  Kreativität als Wert für alle da ist, entschied sich ZOE.LEELA im November 2009 für die Veröffentlichung ihrer Debüt EP „Queendom Come“ auf dem Kölner Netlabel Rec72.net, das Musik und Visuals konsequent unter Creative Commons (Schöpferisches Allgemeingut) kostenlos verteilt. Unter Ausschluss von Verwertungsgesellschaften, Majorlabels und limitierenden Nutzungsmöglichkeiten sorgte ZOE.LEELAs Debut weltweit für Aufsehen. Allein im ersten Monat verzeichnete „Queendom Come“ mehr als 34 000 Downloads. Zahlreiche internationale Radio Airplays, Interviews mit Tageszeitungen und internationalen Online Blogs, eine große Deutschlandtour und Werbepartnerschaften mit Premiummarken folgten. Im Rückblick scheint „Queendom Come“ bezüglich der Orientierung in der digitalen Welt als auch musikalisch eine Art Selbstfindungsphase gewesen zu sein. „Ich hatte mich mit verschiedenen Produzenten/Musikern zunächst ausprobiert, nach meinem eigenen Ausdruck gesucht“, sagt ZOE.LEELA, „bei DIGITAL GUILT habe ich sämtliche Grenzlinien gesprengt und ihn gefunden.“
Insgesamt wirkt das Album erwachsener, elaborierter, präsentiert sich in neuer Komplexität. Druckvoller Drum & Bass, treibende Grooves, Jazzfetzen, Dub-Fragmente, mitreißende Melodien und eine immer wieder sehr persönliche, ergreifende Stimme machen die Musik aufwühlend und körperlich. Dabei fällt auf, mit welcher Selbstverständlichkeit ZOE.LEELA sich unterschiedlichste Stile einverleibt, mit Vielseitigkeit spielt. Von Swing über Hip Hop bis zum Jazz – die Künstlerin scheint alle Genres souverän zu beherrschen. „Ich spiele gerne mit Identitäten und versuche erst gar nicht der Welt einen Anschein einer Ganzheit und damit von etwas (Er-) Fassbarem, Berechenbarem zu präsentieren.“
Garniert mit verzerrten Sounds ist die erste Single Come On ein emotionaler Höhepunkt, bei dem die Sängerin und ihr Produzent Noah Felk stimmlich ein perfekt harmonierendes Duo ergeben. Der Song erinnert an den düsteren Dream-Pop der Achtziger und klingt gleichzeitig aufregend neu.  So unverkennbar der Einfluss aus dem Land der gebrochenen und gehäckselten Beats auch sein mag, Hardcore-Electro oder Drum’n’Bass’lern dürfte die Platte doch zu soft sein; sie muss deshalb eigentlich unter “Pop” verbucht werden.


                                           













   

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