„Gratitude“ ist das neue Soloalbum von Abiodun Oyewole, dem Dichter, Lehrer und Gründungsmitglied des legendären Spoken-Word-Kollektivs The Last Poets.

Rückblickend werden die Last Poets oft als die Paten des Rap bezeichnet, und wenn man sich ihre frühen Aufnahmen anhört, versteht man, warum. In ihren Worten geht es um Revolution, Sex, Tod, Drogen und Black Power.

Im stolzen Alter von 74 Jahren ist dem Pionier Abiodun Oyewole mit seinem ersten richtigen Solo-Album nun ein kleines Meisterwerk gelungen, dass im JazzThing-Magazin treffend besprochen wurde:
 

Abiodun Oyewole ist einer der Dichter, denen die Befreiung der amerikanischen Poesie zugeschrieben wird, indem sie offene, energiegeladene und unzensierte Verse schufen, die in der Folge den Weg für Spoken Word und HipHop ebneten. Dabei hat sich Oyewole, auch mit seiner Gruppe The Last Poets, der Aufgabe gestellt, die Gefahren von Armut und Rassismus in seinen Texten zu thematisieren, damit seine Leute aufzurütteln.
„Gratitude“ ist seit dem 1995er „25 Years“ das mit Spannung erwartete neue Soloalbum von Oyewole. Auch wenn er hier zornig vom rassistischen Amerika oder dem im Gestern verhafteten System erzählt, ist es diesmal weniger eine Protestplatte, sondern bietet mehr die persönliche Geschichte des Mannes mit der reichen, melodischen Baritonstimme. Hier spricht und singt der Prophet aus Harlem, zu einer mitreißend zeitgenössisch arrangierten Black Music, von seinem Leben, der spirituellen Suche und der Gleichheit, liefert damit nicht weniger als eine universelle Botschaft für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft und Religion. 1970 prägte Oyewole den Begriff „Party and Bullshit“, wollte damit provozieren.
Jetzt können wir zu der bewegenden „Gratitude“ sogar auch tanzen.
Text Olaf Maikopf, Jazz thing 142

 

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