Dass die von mir so gefeierte Yasmine Hamdan vor ihrer Solokarriere so geile Mucke gemacht hat, habe ich erst jetzt entdeckt.

Gegründet Ende der 1990er-Jahre in Beirut, gelten die SOAPKILLS als eine der ersten Indie-Bands des Nahen Ostens. Die Gruppe um Yasmine Hamdan und Zeid Hamdan (beide nicht miteinander verwandt) bezieht ihre Einflüsse aus klassischer und folkloristischer arabischer Musik, aber auch aus Elektronik, Dub und TripHop. Seither entstanden drei Alben, die alle auf libanesischen Labels erschienen und die SOAPKILLS entwickelten sich zum Aushängeschild einer jungen libanesischen Kunstszene.

Seit Yasmine Hamdan nach Paris gegangen ist, um mit Mirwais das Duo Y.A.S. zu gründen und ihr Solodebüt “Ya Nass” (2013) zu veröffentlichen, ist erst mal Pause mit den SOAPKILLS.

Kein Grund zum Verzagen: “The Best Of Soapkills” vereint jetzt das Beste der Band sowie zwei unveröffentlichte Titel.

Da gibt es viel zu entdecken!
 

 

 

JESPER MUNK hat bei dem ungeschliffenen Blues-Rock mit verzerrten Gitarren, mit denen er sich auf seinen ersten beiden Alben einen Namen als talentierter Blues-Musiker machte, den Rock gestrichen.

Stattdessen gibt es auf “FAVOURITE STRANGER” wunderbaren leicht melancholischen Blues mit wohltemperierten Soul und einem Hauch Jazz, wie er in den 90er Jahren auf Alben wie “For the Beauty of Wynona” von Daniel Lanois oder “Painted from Memory” von Elvis Costello zelebriert wurde.

Diese musikalische Wandlung steht JESPER MUNK sehr gut und überzeugt mich auch auf Albumlänge:

 

 

 

 

Die britische R’n’B-Sängerin Jorja Smith veröffentlicht heute nach Kollaborationen mit Drake, Kendrick Lamar und Stormzy, sowie ihrem Gewinn des 2018er BRITs Critics Choise Awards und ausverkauften US- und UK-Touren ihr langerwartetes Debüt-Album “Lost & Found”. Happy Releaseday!

“Lost & Found” wurde innerhalb der letzten drei Jahre von der heute 21jährigen geschrieben und umfasst eine Reihe von persönlichen Themen und Beobachtungen.

Das Ergebnis ist ein tolles Debüt, dass von Jorja Smiths wohltuender, warmer und samtiger Stimme lebt und musikalisch mit einer sehr persönlichen Mischung aus 90’s R’n’B, Lauryn-Hill-Balladen und 2Step überzeugt.

Hier das Album zum Kennenlernen:
 

 

 

Der Pariser DJ, Radiomacher und Produzent Max Guiguet aka Blundetto präsentiert auf seinem vierten Album den neuen Clubtrend Nordbrasiliens.

Der Albumtitel “Slow Dance” ist Programm. Es gibt 12 von Blundetto selbst eingespielte Slowmotion-Reggae-Dub-Tracks, die Rocksteady und Lovers Rock mit Dub vermischen, und auch mal modern modulierte Synthie Sounds und Autotune zulassen. Vocals werden unter anderem von Ken Boothe, Cornel Campbell, Jahdan Blakkamore, Biga Ranx und anderen beigesteuert.

Geniales Sommeralbum!
 


 
 
 

Album-Tipp: Dobet Gnahoré - Miziki // Video + full album stream

Dobet Gnahoré besitzt eine der großen Stimmen Afrikas und auf ihrem mittlerweile fünften Album “Miziki” mischt die in der Elfenbeinküste geborene Sängerin elektronische Musik mit ihrer ausdrucksstarken Stimme in einer Weise, die ihrem eigenen freien Charakter entspricht. Zum ersten Mal hat sie alle Songs mit Ausnahme eines Stücks für das Album komponiert und den Prozess beschreibt sie so: „I compose alone because I want to marry my creation so as to give it to the public”.

Vier Jahre dauerte die Arbeit an “Miziki”, ihrem bislang mutigsten und persönlichsten Album. Es widmet sich vor allem zwei für Dobet wichtigen Hauptthemen: einem reichen, freigiebigen und vereinten Afrika und der Stärke afrikanischer Frauen. In ihren Texten und auf der Bühne feiert Dobet, die einer neuen Generation aus Afrika angehört, die mutige, gütige und selbstlose Frau.

Sprachlich konzentriert sich das Album auf Dobets Muttersprache Bété, eine der 72 Sprachen der Elfenbeinküste. Die Themen der Stücke reichen von ihrer Liebe zur Musik im Titelsong des Albums über ihr immerwährendes Rebellentum („Akissi“), eine verlorene Liebe („La clé“), dem Kampf um Würde und Gerechtigkeit („Le Monde“) bis zur Wichtigkeit von Bildung für die Emanzipation („Education“).
 

 

 

 

THE FEARLESS FLYERS bestehen aus dem Vulfpeck-Bassisten Joe Dart und dem Gitarristen Cory Wong, welche sich mit dem genialen Drummer Nate Smith und dem Gitarristen Mark Lettieri zusammengetan haben.

Die vier Musiker bilden eine rhythmische Einheit wie man sie selten hört und grooven ohne Ende!

Das Ergebnis ist furztrockener Instrumental-Funk voll auf die Zwölf. Das mag ich, sehr sogar :)

Check it out!

 

 

 

 

Hervorragender Tribut-Mix über die zu Unrecht unterschätzte bzw. auf ihren Superhit ‘Love Machine’ reduzierte Cosmic Space Funk Band SUPERMAX (1977-1983) um den österreichischen Multiinstrumentalisten Kurt Hauenstein.

Tracklist

1. Fly With Me (Ichisan Edit)
2. African Blood (1979 Version)
3. Future Time
4. Spooky
5. Dance Dance Dance
6. It Ain’t Easy
7. Love Machine (12″ Version)
8. Supermax [This is the name of track!]
9. Be What You Are
10. Don’t stop the Music (1997 Version)
11. African blood (1997 Version)

 

 

Der Multi-Instrumentalist, Produzent und Singer/Songwriter Sam Lunsford aka Stimulator Jones veröffentlicht heute sein Debütalbum “Exotic Worlds and Masterful Treasures”, das er komplett alleine eingespielt, eingesungen und produziert hat, um komplette Kontrolle über das Endergebnis zu haben.

Sein Sound ist inspiriert von R’n’B-Legenden aus den 70’s und 80’s wie Rick James, Raydio, The S.O.S. Band und The Gap Band und auch wenn die Synthesizer auf “Exotic Worlds And Masterful Treasures”  unwirklich funkeln, die Grooves und sein inniger Gesang sind von dieser Welt.

Ich will Musik machen, die sich echt anhört und gute Gefühle vermittelt.
Ich will nicht in den Charts landen, ich will meinen Gesang nicht nachträglich bearbeiten, um alle Töne zu treffen.
Ich will wie ein Mensch klingen, mit menschlichen Regungen und Gefühlen.
Und diese will ich mit der Welt teilen”.

Das ist ihm voll und ganz gelungen. Danke dafür!
 


 
 

 
 

 
 
 

 

Trotz andauernden Tourens auf der ganzen Welt, hat es die Aktivistin und Künstlerin Akua Naru geschafft, ihr drittes Album “The Blackest Joy”  aufzunehmen, das heute seinen Releaseday feiert.

Die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Künstlern und Musikern aus der ganzen Welt ermöglichte es der First Lady of Global HipHop unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Erfahrungen in diesem Werk zu vereinigen, und so wieder ein herausragendes Album abzuliefern.

Es war wichtig andere Menschen einzuladen um beim Erzählen meiner Geschichte zu helfen. Ich wollte andere Sprachen hören und einige meiner engsten Freundinnen sprachen, Sesotho und Swahili und das war für mich von großer Bedeutung. Als jemand, der sich als Pan-Afrikanerin bezeichnet, ist es mir wichtig, dies in meine Arbeit zu integrieren.

 
Sowohl Mulatu Astatke, der Gründer des Ethio-Jazz, als auch Ugandas Eco-Artist und stimmliches Kraftpaket Sandra Suubi sind Mitwirkende auf diesem Album. Ebenso wie der vierfach Grammy Award  nominierte Künstler Eric Benét.

Dass Akua Naru, als eine der besten Repräsentantinnen der Modern Black Culture anzusehen ist, beweisen die exquisiten Visuals, die dieses Projekt begleiten – beginnend mit dem Album Artwork des nigerianisch/kanadischen Künstlers Oluseye, hin zu den faszinierenden Musikvideos zu ‘My Mother s Daughter’  und ‘Made It’:
 

 

 

 

 

 


#theblackestjoy #thewayisalwaysforward #akuanaru
 

DJ- und Produzenten-Lagende J.PERIOD hat mal wieder ein richtig geiles Mixtape abgeliefert.

Das kostenlose Mixtape besteht aus Remixen und MashUps, die J.PERIOD aus Samples vom Black Panther Soundtrack und Outkast-Tracks angefertigt hat:

1. Wakandan Airlines [Sky High] [J.PERIOD Remix]
2. Seasons Change b/w Afro-Future [J.PERIOD Remix]
3. Wakanda vs. Babylon [J.PERIOD Remix]
4. T’Challa vs. Killmonger [Elevation Anthem] [J.PERIOD Remix]
5. T’Rosa Parks [J.PERIOD Remix]
6. Royal Panther b/w Wakandan Belle [J.PERIOD Remix]
7. All Hail The Dora Milaje [Interlude]
8. Wakandan Church Cookout [J.PERIOD Remix]
9. Storytellin’ [J.PERIOD “Fela-bration” Remix] feat. Daniel Crawford
10. WakandATLiens [J.PERIOD Remix]
11. Jabariland Outkasts [Outtro] [J.PERIOD Remix]
12. Bombs Over Wakanda [Reprise] [J.PERIOD Remix]
13. Bonus: T’Challa in ATL [J.PERIOD Remix]
14. Download Only: The Story of Hip Hop [N’Jobu Speaks] featuring Sterling K. Brown

 

free download

 

#WakandaForeverEver

 

Thabilé ist eine in Stuttgart lebende, aufstrebende Künstlerin aus Soweto, Südafrika.

Ihre unbefangene zugleich sanfte und starke Stimme verbindet Elemente aus Jazz, Soul und traditioneller afrikanischer Musik.

Ihr gerade erschienenes Debüt-Album „Dlamini Echo“  trägt den Namen des Townships Dlamini – ein Teil Sowetos, wo sie geboren wurde.

In 16 meist akustischen Songs erzählt sie von dem Echo ihres Leben aus Dlamini:
 

 

 

 

 

 

 

 

Album-Tipp: Tom Misch - Geography // 3 Videos + full Album stream

Credit: Charlie Cummings

 
Der aus Süd-London stammende Tom Misch ist Komponist, Gitarrist, Violinist, Singer/Songwriter, Produzent und DJ – und gerade einmal 22 Jahre alt. Zudem hat sich Tom den Ruf als einer der besten britischen Produzenten durch Remixe und Edits für Lianne La Havas, Mos Def und Busta Rhymes erarbeitet.

Sein lang erwartetes Debütalbum „Geography“  tanzt zwischen Genres wie Disco, Soul, HipHop und Jazz und ist ein wahres Zeugnis für Toms vielfältigen Sound und Genrefluidität.
 
 
 
 
 
 

Anscheinend habe ich einen speziellen Sound und die Leute hören das. Ich probiere so viele Genres aus, dass man es gar nicht immer klar kategorisieren kann. Ich schätze, mein Sound ist positiv und funky und er hat Soul. Meine Musik ist tendenziell eher fröhlich als melancholisch.”

Das Ergebnis ist ein ungemein relaxtes und trotzdem grooviges Album mit Tom Mischs Jazzgitarre als Sahnehäubchen und ein Anwärter für die SOULGURU Alben des Jahres 2018!

 

 

 

 

 

 

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Die frühere Mighty Mocambos Sängerin Gizelle Smith aus London ist sich mit ihrem zweiten Album “Ruthless Day”  stilistisch treu geblieben, hat aber zugleich ihre musikalische Palette um Psychedelic und Jazz erweitert.

Ein kraftvolles und starkes Album, dass man nicht verpassen sollte. Check it out!
 


 
 

 
 
 

 

Die in Paris lebende Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin Hyleen macht da weiter, wo sie mit ihrem Debütalbum U&I  2015 aufgehört hat und liefert mit ihrem zweiten Album “B-Side”  wieder ein rundum gelungenes Album ab, dass Neo-Soul, Jazz, Funk, Soul und Pop überzeugend vereint. Enjoy!
 

 

 

 

 

 

 

Mit ihrem Debütalbum “Funkin Badass”  etablierten sich The Cool Quest aus dem niederländischen Zwolle als unwiderstehliche Live-Kombo, die ihren Sound zwischen klassischem HipHop und modernem Pop findet und mit ihrem leichtfüßigen Funk an die frühe Energie der Black Eyed Peas erinnert. Alleine mit ihrem ersten Album haben The Cool Quest mal eben mehr als 500 Shows gespielt.

Jetzt ist das zweite Album “Vivid”  da und sie haben noch eine Schippe draufgelegt. Die Songs gehen sofort ins Blut, erinnern an die Golden Era  des HipHop und werden durch gekonnt eingesetzte, elektronische Elemente gekonnt ins Jahr 2018 transportiert.

Das müsste für die nächsten 500 Shows reichen :)

Hier ist das Album zum Reinhören. Check it out!
 

 
 
 


 
 
 
Live-Termine:
22.04.18 – Heidelberg – Halle02
24.04.18 – München – Milla Club
25.04.18 – Wien – Flex
27.04.18 – Haldern – Haldern Pop Bar
29.04.18 – Leipzig – Täubchenthal Club
30.04. Berlin – Musik & Frieden
 
 

Album-Tipp: Meshell Ndegeocello zollt auf ihrem neuen Album "Ventriloquism" Hits aus ihrer Jugend Tribut // Video + full Album stream

(c) Charlie Gross

Meshell Ndegeocello hat eine Reise in die 80’s unternommen und veröffentlicht mit „Ventriloquist“  ein ganzes Album voller Coverversionen aus ihrer Jugend und wie immer huldigt sie dabei ihren vielfältigen Einflüssen.

Zu Beginn meiner Karriere wurde mir gesagt, ich solle immer wieder die gleiche Art von Album machen, und als ich das nicht tat, verlor ich die Unterstützung. Es gibt keine große Vielfalt innerhalb der sich selbst gettoisierenden Genres und ich mochte die Idee, Hits, die ich liebte, in etwas ein Stück weit Unbekannteres, weniger Formelhaftes zu verwandeln. Für mich war es die Chance, eine neue Art Hommage zu schaffen.“

 
Und das ist ihr mit diesem Album voll und ganz gelungen.

Ein abschließender Hinweis an den Hörer:
Meshell wählte ein Artwork für das Album, das einen Hinweis auf seinen Inhalt gibt:
ein grafisches V, ein verstecktes M; es ist symbolisch, sexy und ruft die Sprache des Protestes jener Ära in Erinnerung, aus der diese Lieder stammen.
 


 
 


 
 
 

 

Die Supergroup August Greene um Rapper Common, Jazzpianist Robert Glasper und Jazzdrummer und HipHop-Produzent Karriem Riggins, die sich 2016 beim ersten TINY DESK CONCERT Special im Weißen Haus zusammenfanden, hat endlich ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlicht.

Und was ihr großartiges Tiny Desk Concert vor kurzem schon andeutete, wird nun voll und ganz bestätigt.

“August Greene”  ist ein Hammer-Album mit entspanntem jazzy HipHop in Verbindung mit R’n’B und Soul.
Die Texte sind erwartungsgemäß sozialkritisch und politisch und feiern die Black Culture:

As we go into the well of the black pool of genius. It’s a fitting incantation for a time in which black culture increasingly defines America’s pop consciousness, even as black people are defiled by the sociopolitical will of a restless nation.”
Common

 
Das erste Video kommt zu meinem Lieblingstrack ‘Optimistic’  mit einem großartigen Feature von Brandy:
 


#augustgreene
 
 
Hier ist das komplette Album im Stream (mal sehen, wann es gelöscht wird :) ):
 

 
 
 
Einzigster Wermutstopfen bei diesem großartigen Album ist, das es bislang nur digital und nur bei Amazon erhältlich ist:
 

 

Patrick Decker aka DJ Oonops ist ein Vinyljunkie und stand schon für Größen wie Nightmares on Wax, The Beatnuts, Jeru The Damaja, Ebo Taylor, Myron & E, Akua Naru oder The Artifacts an den Decks.
Daneben verantwortet er noch die monatliche Sendung Oonops Drops für Brooklyn Radio, bei der bereits Gäste wie unter anderem Morcheeba, Guts, Nickodemus, The Herbaliser, Nostalgia 77, Boca 45, Blundetto und Chinese Man mit exklusiven Beiträgen vorbeischauten.

Bei seinen guten Freunden von Agogo Records startet er jetzt mit “Oonops Drops Vol. 1”  eine neue Compilationsreihe für DJs, Vinyl-Aficionados und alle, die an geschmackssicher zusammengestellten Downtempo-Perlen aus den Bereichen Dub, Soul, Funk, HipHop und Jazz ihre Freude haben. Sein Augenmerk legt Oonops natürlich auf unverbrauchtes Material, das außer ihm nur die wenigsten kennen dürften.

Das Ergebnis ist vom Feinsten! Enjoy: