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credit: Linn Heidi Stokkedal

Pål Vindenes aka Moon Man, Space, Big P oder einfach Pish, verbringt die meiste Zeit als einer der Frontmänner von Kakkmaddafakka, einem der größten Indie-Exporte Norwegens und mit ihren ekstatischen, energiegeladenen Live-Shows möglicherweise einer der besten Live-Bands der Welt. Seit fast zehn Jahren tourt er mit ihnen durch die Welt und spielt Nacht für Nacht für Tausende von Menschen. Wer hätte gedacht, dass derselbe Mann als Solo-Debut ein so anspruchsvolles und elegantes Gitarren-Pop-Album produzieren könnte?
Die neun Tracks auf Påls Solo-Debutalbum zeigen sein Talent und Gespür für elegante Gitarrenmelodien, authentische, melancholische Texte und eine ausgefeilte Indie-Pop Produktion.
Der ideale Soundtrack für den Frühsommer!
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Das New Yorker Psychedelik-Trio SPACEPILOT wurde von dem in München geborenen Gitarristen Elias Meister (Gitarre, Loops, Effekte, Noise) 2014 in New York gegründet.
Zusammen mit dem Schlagzeuger Joe Hertenstein (Drums, Perkussion, Effekte), einem alten, aus dem Badischen stammenden Freund, und dem argentinischen Pianisten Leo Genovese (Synthesizer, Keyboard, Sounds) verpflichtete sich das Trio dem Experiment und Crossover.
Laut Selbstauskunft erforscht SPACEPILOT „vertraute und abstrakte Klanglandschaften mit Grooves von Rock bis House“. Dabei lassen sie „Einflüsse von Krautrock, Techno und Avantgarde-Jazz“ zu einer „tanzbaren Reise von Klängen und Melodien“ verschmelzen.

Über das Debütalbum „Exophonia, Live at Nublu“  schrieb die „Süddeutsche Zeitung“:

Eine abenteuerliche Irrfahrt durchs Weltall,
in welchem die Hörer von jeglicher Schwerkraft befreit tanzen und schweben.“

 
Von ähnlichem Kaliber ist auch der Nachfolger „Particle Horizon“:
 

… dabei  geschlechter-, wie gesellschaftskritische Themen anspricht.

REBECA LANE ist wohl eine der bekanntesten Stimmen Lateinamerikas. In erster Linie denkt man bei REBECA LANE an die Rapperin, aber sie ist auch eine Kämpferin für Frauenrechte, begnadete Sängerin und sie engagiert sich auch literarisch und auf der Theaterbühne.

Dabei ist die 33-jährige ein echtes Multitalent. Als Kind erlebte sie das Ende des Bürgerkriegs in ihrer Heimat Guatemala, und sie war Zeugin der Aufarbeitung dessen, was in den Jahren des  Bürgerkriegs geschah. Sie arbeitete schon als junge Frau in verschiedenen Initiativen mit, deren erklärte Aufgabe es war, die Gräuel der Militärdiktatur aufzudecken. Im Zuge ihrer Politisierung fand sie schließlich heraus, dass Frauen im politischen und kulturellen Leben ihrer Heimat so gut wie nie Führungsrollen einnahmen. In ihren Texten geht es um ihre Rolle als Frau im Machismo-geprägten Mittelamerika und sie beschäftigt sich mit der kolonialen Vergangenheit Guatemalas, mit dem Leben der indigenen Bevölkerung und mit dem Militarismus.

Die acht Tracks, die in Süd- und Mittelamerika entstanden, kombinieren traditionelle Rhythmen und Instrumente mit der Sprengkraft ihrer Texte und der Essenz des Boom-Bap.
Produziert wurde das Album zusammen mit basico 3 aus Guatemala, wobei viele Tracks durch Kollaborationen mit Produzenten aus Argentinien, Peru, Equador, Chile und Guatemala enstanden.
Die Instrumente und Rhythmen der Anden sind ein genauso wichtiger Teil des Albums wie die Marimba aus Guatemala und die Zusammenarbeit mit dem Rapper ZAKI aus El Salvador.

Hier ist das Album zum reinhören:
 

Seid ihrem ersten Album „Live at the Matterhorn“ (2001)aufgenommen bei einem Auftritt in einem Nachtclub in Wellington, haben mich Fat Freddy’s Drop fasziniert.

Das Set beinhaltet nur 4 Tracks, aber jeder ist eine ca. 20 minütige Jamsession, für die ich diese Band liebe:
 

photo credit: Gepa Hinrichsen

Mehr als auf früheren Platten von Stefan Kozalla aka  DJ Koze gibt es auf »knock knock«  faszinierende, individualistische – wohlbekannte – Stimmen, aber jede einzelne von ihnen ist in einer eigenartigen Weise eingesetzt.

Bon Ivers gespenstischer Hymnengesang auf ‚Bonfire‘  ist erkennbar Bon Iver, aber die Art, wie sich seine Stimme mit synthetischen Klängen verknotet, damit verschmilzt, bis Chorgesang und Computer in einiger Glückseligkeit umeinander wirbeln, ist etwas ganz anderes. Die unvergleichliche Róisín Murphy mutiert in zwei atemberaubenden Stücken zur Cyborg-Funk-Diva. Speech von Arrested Development liefert einen saftig schleppenden R’n’B-Funk auf ‚Colours of Autumn‘,  aber dank Kozes irrer Bassline, dubbigen Echoeffekten und ausserweltlichen Natur-Sounds verwandelt sich das Stück in die tropische Landschaft eines Paralleluniversums. Kurt Wagner von Lambchop präsentiert sich als Bohème am Vocoder, Sophia Kennedy ist der Kabarett-Star eines Sci-Fi-Weimars, José Gonzalez eine holographische Projektion aus einem alten Film der Südsee-Inseln …

Martin  Busse vom Mannschaft Magazin fasst es treffend zusammen:

Eingerahmt von DJ Kozes gnadenlos perfektionistischer Produktionstechnik klingt «knock knock» wie eine Spieluhr für Erwachsene.“

 
 


 

 


 
Vor drei Jahren eroberte Leon Bridges mit seinem brillanten Retro-Soul/R’n’B-Sound die Welt:
sein Debütalbum „Coming Home“  erhielt fantastische Kritiken, platzierte sich in den Top Ten der britischen, US-amerikanischen und australischen Charts, überschritt in seiner Heimat die Goldgrenze und wurde für zwei Grammys nominiert.

Heute feiert sein zweites Album „Good Thing“  seinen Releaseday.

Die Erfahrungen, die ich mit ‚Coming Home‘ gemacht habe, waren toll.
Auf ‚Good Thing‘ habe ich nun allerdings die Möglichkeit, meine musikalischen Einflüsse und mein künstlerisches Schaffen noch mehr zu zeigen. Ich freue mich sehr darauf, dass die Welt diese neuen, sehr unterschiedlichen Songs zu hören bekommt und ich sie live vor meinen Fans spielen kann.“
– Leon Bridges

 

Der Albumtitel „Good Thing“  stammt aus dem Song ‚Bad Bad News‘,  der folgende Zeile
„They say that I was born to lose, but I made a good good thing, out of bad bad news” 
enthält und Bezug auf Leons Lebensgeschichte nimmt.
Bevor er für zwei Grammys nominiert wurde, im Weißen Haus vor Präsident Obama spielte, an der Met Gala teilnahm und in er TV-Show „Saturday Night Live“ auftrat, verdingte sich Leon Brigdes als Tellerwäscher und versuchte, über Open Mic-Abenden in seiner Heimatstadt Fort Worth in der Musikszene Fuß zu fassen.
 


Der Stuttgarter Beatbastler Isaac Haze hat den 2. Teil seiner „Fingerprints“  Beattapes veröffentlicht
und es ist wieder ein sehr feines Teil geworden.

SOULGURU wünscht Happy Releaseday!

 

Foto: Felix Groteloh

Seit sieben Jahren sind OTTO NORMAL aus Freiburg fester Bestandteil der deutschsprachigen Musikszene und haben mit ihrer energiegeladenen Bühnenshow über 300 Liveshows gespielt und bereits zwei Alben sowie eine Vinyl-EP veröffentlicht..

Heute feiert ihr drittes Album „Wieder wir“  seine Veröffentlichung und bietet wieder den besonderen OTTO NORMAL Stil aus Pop und Deutsch-Rap, für den die Band u. a. den VIA Award als bester Newcomer gewonnen hat. Dabei verliert sich die Band nicht in Betroffenheitslyrik und Schmusepoesie, sondern zeigt Kante und sieht sich als Teil und Akteur des Zeitgeschehens.

Happy Releaseday!
 

Bild: Screenshot Youtube Video

Als David Aglow, Labelchef von The Vital Record, von einem Freund 2009 einen youtube-Link zugeschickt bekam, ahnte er nicht, was ihn erwartete. Am ehesten Spam, dachte er – und hätte fast gar nicht erst geklickt. Als er es schließlich doch tat, fand er sich mitten in einer Schatzkammer von „Botswana Music Guitar“ wieder: Exzentrisch gespielter Folk von den staubigen Rändern der Kalahari, von einer künstlerischen Intensität, die sich mit jedem Genre messen kann.

David Aglow wollte alles darüber wissen. Er fand Johannes Vollebregt mit dem youtube-Alias „Bokete7“,  der die Clips aufgenommen und gepostet hatte. Der Niederländer war 1979 mit einer Hilfsorganisation nach Botswana gegangen, wo er seit mehr als dreißig Jahren lebt. Seit jeher musikbegeistert und als Gitarrist aktiv, gründete er eine neue Band und begann, die lokalen Gegebenheiten zu erkunden. Die Musikszene war so lebendig und außergewöhnlich, dass er anfing, Videos der Künstler aufzunehmen und sie in seinen youtube-Kanal zu stellen. David Aglow schlug ihm eine Veröffentlichung vor und so kam es zu den professionellen Aufnahmen der verschiedenen Künstler in Gabarone / Botswana.
 


 

 
 

Die Geschichten der Musiker sind in einem 36-Seiten-Booklet versammelt, und spiegeln sich – mal journalistisch erzählt, mal poetisch; mal ernst, oft aber auch mit ihrem ganz eigenen Witz – zusätzlich in den Texten.
„I‘m Not Here to Hunt Rabbits“  ist ein Musterbeispiel dafür, wie Musikliebhaber, Feldforscher und Verlage im Idealfall ihre Kräfte bündeln, um Musikern zu internationaler Aufmerksamkeit zu verhelfen.
 

 

Nicht weit von Stuttgart liegt die Kreisstadt Calw, der Rock‘n‘Roll-Szene sicher weniger durch das Geburtshaus Hermann Hesse’s oder die schöne Fachwerkarchitektur, sondern  vielmehr durch die BOOZE BOMBS und das vorzügliche Vintage-Analogstudio BLACK SHACK RECORDINGS vertraut, dessen Betreiber als Musiker in der Szene bestens geerdet sind.

RAWAND BAZIANY aka RAY BLACK ist bereits mit der Rockin‘ Blues-Sensation DUSTY  DAVE & THE HEARTATTACKS und den WOLVERHINOS in Erscheinung getreten, jetzt debütiert seine dritte Band THE FLYING CARPETS mit „Better Way To Move“.

BLACK als Sänger und Kontrabassist und seine Teppiche verfolgen den frühen Sound des SUN-Rockabilly, mit schönen Anflügen von Rockin‘ Blues, Country und Rock‘n‘Roll.

Überzeugt euch selbst:
 

 

 

Schönes instrumentales DUB-Album aus Spanien: warme, vollmundige Dub-Sounds mit fetten Bläsern, entspannt und easy und natürlich hundert Prozent digital. 

Enjoy!

„Soul Jazz Lab“  ist eine groovende Hommage an die Orgelcombos der sechziger Jahre, als hart swingende Bands wie die von Brother Jack McDuff oder Jimmy Smith den Chittlin‘ Circuit mit ihrem gospelgetränkten SoulJazz regierten.

„Soul Jazz Lab“ sind: Holger Weber (Gitarre), Max Blumentrath (Hammond) und Alex Lex (Drums).
Als Gäste mit dabei sind Wim Wollner am Saxophon und die großartige Sängerin Angela Brown.

Hier das Album zum reinhören:
 

 

 

Über die Musiker:

Gitarrist Holger Weber wurde in Heidelberg geboren. Er studierte Jazzgitarre am Conservatorium Hilversum u.a. bei Wim Overgaauw und Jesse van Ruller. Seit 1997 lebt und arbeitet er als vielgefragter Musiker und Dozent in Dortmund.

Max Blumentrath ist Hammond-Organist und Pianist und lebt in Köln. Er war zuletzt Student von Matthias Bätzel an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden. Im Sommer 2012 schloss er dort sein Masterstudium für Hammond-Orgel erfolgreich ab.

Der Schlagzeuger Alex Lex ist einer der gefragtesten Drummer der deutschen Blues-Szene. Bereits seit seinem dreizehnten Lebensjahr besuchte er regelmäßig viele Sessions und machte sich in der hiesigen Blues- und Jazzszene schnell einen Namen. Seine Grooves spielt er mit großer Intensität, doch zugleich ungewöhnlich abgeklärt und geschmackvoll.

 

 

Nachdem es dem umtriebigen Kanaren mit dem im Dezember des vergangenen Jahres erschienenen Livealbum „Live At Reggae Can Festival“  gelungen war, eine gehörige Dosis temperamentvoller Konzert Vibes einzufangen und zu veröffentlichen, dürfen sich Dactah Chando Fans weltweit nun auf ein neues Album freuen.

Der Großmeister des Canarian Style Reggae produzierte „Global CityZen“  in Kooperation mit Head Engineer Umberto Echo und Gentlemans aktueller Liveband The Evolution:
 

 

 

 

 

 

Die im April startende Global Cityzen Europatour bietet 2018 den Liebhabern internationaler Reggaekultur eine perfekte Möglichkeit den zeitlosen Sound von Dactah Chando und The Evolution in Form einer musikalischen Weltreise auf einzigartige Art und Weise live in concert mitzuerleben.
Safe your tickets!

 

 

Wenn es um afrobrasilianische Musik geht, ist DJ Tahira aus São Paulo einer der gefragtesten Plattendreher. Ob er in der Megacity 1-2 die Woche Sets spielt oder in Europa auflegt, ist es ihm immer wichtig zu zeigen, dass Brasilien musikalisch mehr zu bieten hat als nur Samba: schließlich sind dort über 20 unterschiedliche Musikstile beheimatet. So lernte er auf einer seiner Europa-Reisen Chris Doepken kennen, der das deutsche Label Jazz and Milk Records betreibt. Gemeinsam kamen die beiden Musik-Aficionados auf die Idee, eine Compilation zusammenzustellen, die eben die Vielfalt des afrobrasilianischen Sounds zeigt.

Das Resultat: „Levanta Poeira“- Afro-Brazilian music & rhythms from 1976 – 2016“.
 

…a refreshing, perspective-shifter
that will doubtless become summer
essentials for DJs across Europe.“
– The Vinyl Factory

 

great stuff!“
– Gilles Peterson

 

fantastic!“
– Mr Sruff

 

Excellent!“
– Laurent Garnier

 

 

 

 

 

 

 

 

Sicherlich hätte Paul White, der wiederholt als „DJ Shadow des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet und mit Madlib verglichen wurde und auf dessen Produktionen ein Danny Brown bekanntermaßen schon häufiger gesetzt hat, auch den Weg des geringsten Widerstands gehen und ein Album mit den neuesten Loops, den neuesten Beats abliefern können.

Stattdessen schlug er jedoch eine ganz neue Richtung ein: White arbeitete an seinem Können als Songwriter, an seinen Skills als Musiker, arbeitete mit diversen Instrumenten – und schuf so ein Album, das einen ganz eigenen Sound hat, und sich letztlich eher zwischen jenen Werken einreihen lässt, die er sonst als Samplequelle ausschlachten würde.

Zu den vielen Genres und Styles, die im Verlauf von Rejuvenate aufflackern, zählen u.a. Cosmic Rock, Ambient, Electronica, Jazz, Folk …

Unterstützung bekommt Paul White im Verlauf seiner klanglichen Verjüngungskur von gleich drei Gleichgesinnten: die britisch-jamaikanische Sängerin Denai Moore steuert ihre glasklare Gesangsstimme zu den treffend betitelten Stücken „Set The Tone“ und „See Through“ bei, während die Musikerin und Dichterin Shungudzo (auch bekannt als Shun) aus Simbabwe ein paar Lebensweisheiten auf dem Vorboten „Spare Gold“ zum Besten gibt, um auch die dahinschmelzenden Vocals zu „Ice Cream Man“ beizusteuern. Auch Whites Schwester Sarah Williams White war erneut mit ihm im Studio: Auf „Laugh With Me“ und „All Around“ greifen die Geschwister zurück auf Erinnerungen aus Kindheitstagen.

Das Ergebnis ist ein echt cooles Album!

Hier 2 Videos und das komplette Album im Stream zum Kennenlernen:
 

 

 

 

 

 

 

Die GRAMMY-nominierte Sängerin und Songwriterin, Produzentin, Schauspielerin und Aktivistin Janelle Monáe hat ihr mit großer Spannung erwartetes drittes Solo-Albumprojekt „Dirty Computer“  veröffentlicht, auf dem sie sich ganz der emanzipatorischen Variante von R’n’B und Pop widmet:
 

 

 

 

 

 

 


#DirtyComputer

Der Multi-Instrumentalist, Produzent und Singer/Songwriter Sam Lunsford aka Stimulator Jones veröffentlicht heute sein Debütalbum „Exotic Worlds and Masterful Treasures“, das er komplett alleine eingespielt, eingesungen und produziert hat, um komplette Kontrolle über das Endergebnis zu haben.

Sein Sound ist inspiriert von R’n’B-Legenden aus den 70’s und 80’s wie Rick James, Raydio, The S.O.S. Band und The Gap Band und auch wenn die Synthesizer auf „Exotic Worlds And Masterful Treasures“  unwirklich funkeln, die Grooves und sein inniger Gesang sind von dieser Welt.

Ich will Musik machen, die sich echt anhört und gute Gefühle vermittelt.
Ich will nicht in den Charts landen, ich will meinen Gesang nicht nachträglich bearbeiten, um alle Töne zu treffen.
Ich will wie ein Mensch klingen, mit menschlichen Regungen und Gefühlen.
Und diese will ich mit der Welt teilen“.

Das ist ihm voll und ganz gelungen. Danke dafür!