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Fotocredit: Charlie Cummings

Loyle Carner veröffentlicht heute sein sehnlichst erwartetes zweites Album “Not Waving, But Drowning“. Happy Releaseday!

Die fundamentale Mischung aus ehrlicher und roher Sentimentalität, die auf “Yesterday’s Gone” (SOULGURU “Album des Jahres” 2017) zu hören ist, hat Musik im Allgemeinen und britischen HipHop im Besonderen unwiderruflich geprägt. Seitdem tourte Loyle um die Welt, gründete eine Kochschule für Kinder mit ADHS, kreierte einen preisgekrönten Spoken Word Beitrag für das Champions-League-Finale, setzte sich für die psychische Gesundheit von Männern ein und diente als Gesicht für eine weltweite Yves Saint Laurent-Kampagne.

“Not Waving, But Drowning”, Loyles zweites Album, liefert weitere Beweise für seinen messerscharfen Flow und seine einzigartige Fähigkeit des Geschichtenerzählens.

Allgemein stützt sich Loyle stets auf das echte Leben. Der Titel “Yesterday’s Gone” stammt aus einem Song seines Stiefvaters, der Titel des neuen Albums “Not Waving, But Drowning” aus einem Gedicht seines Großvaters, welches wiederum auf einem Stevie Smith-Gedicht basiert.

Darüber hinaus liebt Loyle es zu kochen – also sind zwei Songs des Albums kurzerhand nach seinen Lieblingsköchen benannt: dem britisch-israelischen Koch Yotam Ottolenghi und dem mittlerweile verstorbenen italienischen Koch Antonio Carluccio. ‘Ottolenghi’, die erste Singleauskopplung des Albums erhielt nicht nur den Support von BBC Radio 1 und 6 – sondern auch Rückenwind der deutschen Radiosender mit einer Peak-Positionierung in den Top 150 der deutschen Airplay Charts.

Es gibt zwar eine Vielzahl prominenter Featuregäste – neben BRIT-Award Gewinnerin Jorja Smith und Sampha u.a. auch Rebel Kleff, Kiko Bun, Kwes, Jordan Rakei, Tom Misch und andere – aber keiner überschattet dabei das Gesamtwerk. Viel eher verschmelzen sie allesamt an Ort und Stelle vor dem Hintergrund der Musik.

“Not Waving, But Drowning” ist ein hervorragendes Album, das dem Debüt in nichts nachsteht und wieder ein Anwärter für die SOULGURU Alben des Jahres ist!
 


 


 

 
 

Auch auf ihrem zweiten Album “Asha” überzeugt die bezaubernde US-amerikanische Soul- und Jazz-Sängerin Tahirah Memory mit 9 Songs im Spannungsfeld von Soul, Jazz und R’n’B.

Das Ergebnis ist eine von ihr selbst geschriebene und produzierte, zeitlose und wunderschöne Song-Kollektion. Unbedingt reinhören!

A collection of songs that reflect a more intimate side to my thoughts and person, that those dearest to me know all too well.
Asha, my middle name, is what they call me.
Tahirah Memory

 

 


 

 

 

Foto: Horatio Baltz

Schon das selbstbetitelte Debütalbum gefiel mir sehr gut, mit dem zweiten Album “American Love Call” legen Durand Jones & The Indications nochmal eine ordentliche Schippe obendrauf.

“American Love Call” ist ein Album, das Liebe und Wut über das gegenwärtige Amerika und die politische und gesellschaftliche Situation thematisiert und musikalisch fest im Soul und Funk der 60er und 70er Jahre verankert ist. Mit seinen Streichersätzen und dem orchestralen Approach in Kombination zu Offbeat- und Wah Wah-Gitarre beeindruckt die Band um die großartig am Mikro performenden Durand Jones und als Gegenpart dem ebenso großartigen Falsettgesang von Drummer Aaron Frazer mit einer zeitlosen Soulscheibe der besonderen Art, die Erinnerungen an Curtis weckt und die ich derbe feier!
 


 

 
 

 
 

 
 

 

 

Credit: Hendrik Schneider

Bilderbuch spielen einfach in ihrer eigenen Liga und veröffentlichen mit “Vernissage My Heart” wieder ein hervorragendes, abwechslungsreiches und experimentelles Album, dass mir noch besser als das Zwillings-Album “Mea Culpa” gefällt.
Zu ihren dadaesken Textspielereien gibt es wieder die grandiose Gitarre von Michael Krammer und einen wilden Stilmix, wie ihn nur Bilderbuch fertigbringen :)

Ganz großes Kino!
 

Das zweite Bilderbuch-Album in kürzester Zeit ist ein wilder Tanz zu Heavy-Rock und durchaus funky Spacepop.
musikexpress

“Vernissage My Heart” ist ein Befreiungsschlag gegenüber Marktlogik, Erwartungshaltungen und Hit-Formeln – und das spannendste Album in der bisherigen Laufbahn von Bilderbuch. Denn sie jonglieren auf der sechsten LP geschickt mit Genres, platzieren viele lyrische Easter Eggs (“Leg’ mich lieber nieder/ In A Gadda Da Vida”) zwischen den Melodien und frönen im Allgemeinen der Idee des Freak-Seins. Bilderbuch wollen keine Boygroupsein, sie sind Musiker. Der Charme des Unfertigen wirkt hier wie ein Versprechen, dass Großes passieren kann.
Mittelbayrische

 


 
 

 

 
 

 

 

Luciel © David Ertl

Die Kölner Band Luciel hat mit “…and that’s all I remember” ein tolles Debütalbum veröffentlicht

„Wir haben die Platte von Anfang bis Ende selbst geschrieben, aufgenommen, produziert und gemixt.
Dank recht umfassender Expertise vom Songschreiben übers Produzieren usw., durchdringen sich die Prozesse relativ stark.
D.h.beim Schreiben tauchen bereits erste Produktionsideen auf, und der gesamte Produktionsprozess bleibt ein kompositorischer Vorgang.
Die Produktion ist uns genauso wichtig wie das Schreiben.“
– Florian Rynkowski (Bassist und Mitproduzent)

 
Neben Florian Rynkowski bilden Bruder David, erfahrener Sänger, Keyboarder, Komponist und Produzent sowie Schlagzeuger und Multi-Talent Tim Dudek den Kern von  Die Gitarrenarbeit besorgt Philipp Brämswig, der mit seinem Jazz Trio – bei dem wiederum Florian den Bass beisteuert – Preisträger des Neuen Deutschen Jazzpreis Mannheim ist.

Die Liebe zur improvisierten Musik ist auch für den Sound von Luciel nicht unwesentlich, denn man lässt sich auch mal die Zeit, die eigene Spielfreude in nicht unbedingt Genre-typischen, längeren Soli-Passagen auszuleben.
So verwundert es nicht, dass sich die Band in der Szene bereits einen feinen Ruf als Live-Act erspielt hat – unter anderem als Support für die Acid Jazz-Legenden Incognito, Neo-Soul-Ikone Bilal und Snarky Puppy.

Unter Mithilfe der Gastvokalistinnen Anikó Kanthak und Ray Lozano ist “…and that’s all I remember” ein wunderschönes und entspanntes Neo Soul Album geworden und muss den internationalen Vergleich nicht scheuen, wie die folgenden Videos und der Album-Stream beweisen:
 


 

 

 

 
 

 

 

 

 

Auf Hello Happiness beweist die 65jährige Queen of Funk und 10-fache Grammy-Gewinnerin Chaka Khan, das sie noch lange nicht zum alten Eisen gehört und lässt es auf den 7 Discofunk Tracks ordentlich krachen.

Der Produzent und Major Lazer-Gründungsmitglied Switch hat es geschafft, den berühmten Chaka Khan Sound in ein modernes Soundgewand zu packen und damit Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll verbunden.

Großartig! 
 

 


 

 
 

 

 

Nachdem sich Raschid Daniel Sidgi aka SIDIQUE in der Vergangenheit hauptsächlich im Hintergrund als Studiomusiker, Beatmaker und Producer (u.a. für Rasputin MC, Schwarzkaffee, Rhino, Miyukah, Cinnamon, Freak Empire, Nina Hagen) aufgehalten hat, veröffentlicht er mit „The Bionic Mixtape Sessions Vol. One“ erstmalig ein Album unter eigenem Namen.

Und das ist gut so, denn mit „The Bionic Mixtape Sessions Vol. One“ nimmt uns SIDIQUE mit auf eine fantastische Reise in die goldene Zeit des Deutsch-Rap.

Das Ergebnis ist ganz großen Kino! Deutsch-Rap mit jeder Menge Funk und Jazz, genau wie ich es mag.

Einfach großartig!
 


 

 

 

 

Nach fünf Kollabo-Alben mit Audio88 hat Yassin jetzt sein erstes Solo-Album „Ypsilon“ veröffentlicht.

„Ypsilon“ ist ein sehr abwechslungsreiches Album zwischen Old School und New School geworden, auf dem Yassin mit vielen Einflüssen experimentiert und nicht nur rappt, sondern auch singt, Autotune nutzt und auch vor Dubstep und Trap nicht zurückschreckt. Textlich geht es ums Älterwerden, autobiografische Erlebnisse und die aktuelle politische Lage. Alles in allem ein Experiment, dass meiner Ansicht nach voll gelungen ist. Bei den 12 Songs des Albums klingt keiner wie der andere, es gibt keine Ausfälle und das alles macht „Ypsilon“ für mich auf jeden Fall zu einem der Alben des Jahres.

Mehr Infos und interessante Einblicke zu „Ypsilon“ gibt es im Blogrebellen-Interview, in dem Yassin über das Album, seine Texte, über graue Haare, Zynismus, Humor und Frauen in der Fanbase spricht:
 

 

 


 

 

 
 


 
 

 

 

8 Jahre nach seinem letzten Release kommt heute endlich das dritte Album “da nich für!” von Dendemann. Happy Releaseday!

Mit Hilfe von namhaften Produzenten wie The Krauts, KitschKrieg, I.L.L.Will, Dexter, Reaf & Torky Tork und hochkarätigen Featuregästen wie Trettmann, Casper, Beginner und Beatsteaks Frontmann Teutilla verbindet Dende auf “da nich für!” sehr unterhaltsam und abwechslungsreich die 90’s mit aktuellen Sounds.

Und auch textlich ist er in Topform, schlägt auch mal politische Töne an, und was er so zu sagen hat, erzählt er Song für Song in dem sehenswerten Videointerview bei den Blogrebellen:
 


 
 

 

 

 
 
DENDEMANN auf Tour:
04.02.19 – Hannover, Capitol
05.02.19 – Bremen, Pier 2
06.02.19 – Osnabrück, Rosenhof
07.02.19 – Dortmund, FZW
09.02.19 – Münster, Skaters Palace AUSVERKAUFT
10.02.19 – Frankfurt, Batschkapp
11.02.19 – Heidelberg, Halle02
12.02.19 – Stuttgart, Im Wizemann
13.02.19 – München, Tonhalle
15.02.19 – Zürich, Dynamo
16.02.19 – Karlsruhe, Substage
17.02.19 – Köln, Carlswerk Victoria AUSVERKAUFT
18.02.19 – Wiesbaden, Schlachthof
20.02.10 – Salzburg, Rockhaus
21.02.19 – Wien, Gasometer
22.02.19 – Linz, Posthof
23.02.19 – Dresden, Reithalle
25.02.19 – Leipzig, Werk2
26.02.19 – Hamburg, Mehr! Theater ZUSATZSHOW
27.02.19 – Hamburg, Mehr! Theater AUSVERKAUFT
28.02.19 – Berlin, C-Halle

Tickets unter: https://www.buback.de/artist/dendeman

#danichfuer
 
 

Nach ihrer erfolgreichen Veröffentlichung “The Nashville Session” im Jahr 2016 kehrten die britischen Funk- und Soul-Jazz-Veteranen von The New Mastersounds in das gleiche analoge Studio zurück, um vor einem geladenen lokalen Publikum eine weitere Reihe von Songs aufzunehmen. Das Album fängt die Energie und Chemie zwischen diesen vier Musikern, die nach fast zwei Jahrzehnten zusammen an der Spitze ihres Spiels stehen, perfekt ein.

Selten hat mich ein Instrumental-Album so begeistert!

 


 

 

 

Mit „Inspired By The Riot“ hat Kati von Schwerin ein großartiges Indiepop-Album veröffentlicht, für das der bekannte deutsche Musikjournalist Linus Volkmann einen wunderbaren  Pressetext verfasst hat, den ich euch nicht vorenthalten will, da er das Album sehr gut beschreibt:

“Das kann man doch so nicht machen, Kati!“ – „Oh, doch!“
Die Berliner Singer/Songwriterin Kati von Schwerin nutzt ihr neues Album als Befreiungsschlag – und schafft dabei noch so viel mehr.
Ich habe Kati von Schwerin bislang noch nicht getroffen. Nach dem Hören ihres zweiten Albums, nach dem Hören von „Inspired by the riot“ frage ich mich allerdings, warum weiß diese Frau so viel über mich?
Denn selbst wenn sie eine verrückte Stalkerin wäre – was sie nicht ist – selbst dann hätte sie doch sicher Besseres zu tun, als meine Gefühlslage so detailreich zu protokollieren.
Nun, die Antwort liegt auf der Hand: Kati von Schwerin hat so unglaublich intime Songs geschaffen, dass man eben zusammenzuckt, zusammenzucken muss. Man fühlt sich von ihnen so sehr gemeint, dass es fast schmerzt. Musik ist immer dann am besten, wenn sie Werkzeug ist, um Distanzen zu verringern. Distanz zwischen Künstler und Publikum, Distanz zwischen Hörer und den eigenen Emotionen. Nur ganz wenige Platten sind aber in der Lage, jegliche Distanz aufzuheben. „Inspired by the riot“ gehört für mich definitiv dazu.
2016 erschien von Schwerins erstes Album, „Remedy“. Durchzogen von starker Innerlichkeit, ätherisch und dem Liebeslied verschrieben. Ein wenig Elfe mit starker Stimme. Keine Ahnung, was in der Zeit danach geschehen ist mit der Wahl-Berlinerin, deren Adelstitel übrigens keinen Künstlernamen darstellt, sondern tatsächlich echt ist. Die feine Dame! Jedenfalls hat sie sich zwar dieses sehr Persönliche in ihrem Songwriting bewahrt, die große Stimme sowieso, aber alles wirkt offensiver jetzt.
Selbst spricht sie dahingehend von einem „Stinkefinger“, einem „Fuck off“ an die ganzen Musikbusiness-Gralshüter, denen sie mit dem ersten Album begegnen durfte. Die ganzen Mansplaning-Besserwisser, auf die man an jedem verdammten Checkpoint trifft und die einem das Pop-Business verleiden können. Kati von Schwerin indes hat die Herausforderung angenommen. Ihre Kunst will all denen, die angepasste, ewig gleiche Frauenrollen im Game reproduziert sehen wollen, nicht genügen, sie will sie vielmehr wegfegen. „Inspired by the riot“ eben.
Das musikalische Mittel dabei ist wunderbar subtile, aber stets pointierter Gitarren-Folk – oder meinetwegen auch Kammermusik-Pop. Alles fein komponiert, detailreich arrangiert und immer mit Blick auf die jeweilige Stimmung des Songs umgesetzt. Große Gesten machen natürlich was her in der Musik, aber hier sind es gerade auch eben jene Details, die das Album so nachhaltig aus dem sonstigen Trott des Genres herauszuheben vermögen.
So ist das ganze Album letztlich eine Summe von ganz vielen solcher kleinen großen Momente. Es geht von „The Power Above“, der ersten Single, bis zu den düsteren Collage „Black“. Wer sich für Musik begeistern kann, die einen anfasst, streichelt und auch mal durchschüttelt, wird hier ganz viel erleben. Mir ist schon ganz schwindelig. Aber ich will sofort noch mal fahren.
LINUS VOLKMANN

 


 

 

 

 

 

„The Actual Proof“, das aktuelle Album von Rapper Antwan Awon Wiggins und Produzent Phoniks ist bereits vor gut einem halben Jahr erschienen.

Gut, dass ich es jetzt noch entdeckt habe, denn die beiden feiern darauf den BoomBap der Golden Era und da feier ich gerne mit :)

Hier ist das Album im full stream:
 

 
 

Das Budapester DJ- und Produzentenduo Nándor Kürtössy & Sándor Lakatos aka Savages Y Suefo haben mit “Brotherhood” ihr zweites Album veröffentlicht.

Wie bereits das Debüt “Worldstyle” (2013) geriet auch “Brotherhood” zu einem genreübergreifenden Downtempo-Meisterstück, in das die Magyaren gekonnt Elemente aus Blues, Dub, Jazz, HipHop, Funk, Soul und Folk einfließen ließen.

Das Ganze garnierten sie mit erstaunlich kritischen Lyrics über die sozialen Probleme der Gegenwart. Für deren Interpretation sorgte eine Riege internationaler Gastsänger wie der ungarische Ska-Star KRSA, Fedora und Bryant Goodman, Ashley Slater von Freak Power, Denise M Baye von Mo Horizons, M3NSA von Fokn Bois sowie RedRed.

Das sollte man sich nicht entgehen lassen:
 

 

 

Ragetti begann Ende der 90er Jahre, zu Zeiten des ersten großen Deutsch-Rap-Hypes, zusammen mit einem Produzenten und DJ als Next Once Musik zu machen.
Als dann aber mit Aggro Berlin die große Era des Straßenraps einsetzte, hing Ragetti die Musik dann mehr oder weniger an den Nagel, da er sich damit nicht mehr identifizieren konnte.

Erst als dann Marteria, Orsons, Casper, etc. auf der Bildfläche erschienen und wieder für etwas mehr Offenheit im Rap-Game sorgten, sprang der Funken auch bei Ragetti wieder über. Jedoch gab es niemanden in seinem Umfeld, mit dem er seine Vision von Musik umsetzen konnte.

So brachte Ragetti sich nach und nach selbst das produzieren bei und nahm Raps auf. Da Übung bekanntlich den Meister macht, wurden irgendwann auch schließlich die Produktionen besser und es entstanden die ersten Instrumentals, die der musikalischen Idee von Ragetti gerecht wurden. Inspiriert von diesen Instrumentalen, fing Ragetti auch wieder an, verstärkt Texte zu schreiben und fand darüber die Freude am Rappen wieder.

Da Ragetti die Beats und Raps jeweils selbst produziert hat, kam nach den Aufnahmen schnell der Gedanke auf, auch den Rest vom Mix und Mastering bis hin zum Artwork im Alleingang zu bewerkstelligen. So benötigte das Album bis zur Veröffentlichung zwar noch gut ein weiteres Jahr, aber was lange währt, wird ja bekanntlich gut.

„Für mich zeichnet sich gute Musik in erster Linie dadurch aus, wenn sie Emotionen gut transportiert. Dafür reicht ein Song oft aus. Mir war es aber musikalisch ein Bedürfnis, ein Lebengefühl einfangen, das sich für mich als zu komplex erwies, um es mit einem einzelnen Song auf den Punkt zu bringen.“

 
Grob zusammengefasst handelt das Albums von einer Person, die alles verliert und sich mehrfach neu orientieren muss, um wieder ein Leben im Einklang mit sich selbst führen zu können.

„In meinen Songs verarbeite ich gerne Beobachtungen, die ich in meinem näheren Umfeld wahrnehme. Ebenso fließen in die Songs aber auch sehr viele meiner eigenen Ansichten und autobiografische Ansätze ein. Von daher sind die Songs dann auch alle aus der Ich-Perspektive erzählt.
Letztendlich ist das Album ja auch meine erste offizielle Veröffentlichung und mit dieser möchte ich mich bei den Hörern selbstverständlich möglichst gut vorstellen.
Ich kenne das ja von mir selbst. Wenn ich auf Youtube oder Spotify auf einen guten Song stoße, höre ich mir meist gleich noch mehr von dem Künstler an.
Wenn mich die Musik dann auf Albumlänge nicht überzeugen kann, werde ich aber meist kein großer Fan und vergesse den Künstler auch sehr schnell wieder.

 
Das Ergebnis ist das Album „Weil ich dope bin“, ein wundervolles old School Deutsch-Rap Album, wie man es heutzutage nicht mehr findet. Danke dafür!
 

 

 

Pressefot: by Moorea Masa

Die 23-jährige MOOREA MASA sticht durch ihre bezaubernde Ausstrahlung und besondere Stimme hervor. Die aufstrebende Künstlerin aus der US West Coast Metropole Portland tourte bereits ausgiebig durch die USA u. a. als Support für Allen Stone, für den sie auch immer wieder in seiner Band singt.

Mit “Shine A Light” ist jetzt ihr wundervolles Debütalbum erschienen, dass die Tiefen der Themen Liebe, Verlust, versteckter Schmerz und wie es ist, eine Frau zu sein, ergründet.

Musikalisch bewegt sie sich dabei mit einer Balance aus Zurückhaltung und purer Kraft im Spannungsfeld von Folk, Soul, R’n’B und Pop.

Das Ergebnis ist einfach wunderschön. Überzeugt Euch selbst:
 


 

 

 
 

Tourdaten:

Mi 24.10. GLASHUS, FRASTANZ (AT)
Fr 26.10. UFO, BRUNECK (IT)
Do 01.11. BAR GABANYI, MÜNCHEN (DE)
Fr 02.11. SPIELRAUM, INNSBRUCK (AT)
Sa 03.11. WOHNZIMMERKONZERT, BERN (CH)
So 04.11. HAFEN 2, OFFENBACH (DE)
Di 06.11. BAR BOBU, BERLIN (DE)
Mi 07.11. KULTURCAFE KOMM DU, HAMBURG (DE)
Do 08.11. BOLLEKE, DUISBURG (DE)
Fr 09.11. DON MELONE, DÜSSELDORF (DE)
Sa 10.11. KULTURBAUSTELLE, SUHL (DE)
So 11.11. GLEIS SÜD, HORB AM NECKAR (DE)
Mo 12.11. MONOMONTAG, WINTERTHUR (CH)
Di 13.11. LICHTUNG, KÖLN (DE)
Mi 14.11. Q, MARBURG (DE)
Do 15.11. SONGNIGHT, OSNABRÜCK (DE)
Fr 16.11. KULTURWERK, NIENBURG (DE)
Sa 17.11. BISTRO COZY, WEILBURG (DE)
So 18.11. BRUNNENHOF, TRIER (DE)

 
 

Photo by Neil Kryszak


 
Der preisgekrönte deutsche Musiker/Producer/Komponist Robot Koch, der seit 2013 in Los Angeles lebt, hat mit SPHERE ein neues Album veröffentlicht.

Sein organisch-elektronischer Sound wurde schon im Jahr 2003 von John Peel als „wonderful and strange – pop music from the future“ bezeichnet. Seit der Jahrtausendwende entwickelt der einstige Wahlberliner mit jeder Veröffentlichung seinen Trademark-Sound weiter, in dem er episch-filmische Stimmungen mit elektronischen Soundscapes und massiven Beats kombiniert.

Die klanglichen Sphären, in die sich Robot Koch auf SPHERE bewegt, sind vielschichtig, verschachtelt und vieldimensional, wenn Innenwelten und die Weiten des Alls aufeinandertreffen: episch, filmisch, düster und melodisch zugleich, kommt der neue Longplayer erstmals ohne Vokalgäste aus. Stattdessen fokussiert sich Koch auf Instrumentals und setzt bei ‘Numb’ und ‘All In Your Mind’ kurzerhand auf die eigene Stimme.

Alles in allem ein atmosphärisch spannendes Werk, das mich zum Teil an die legendären Pioniere der elektronischen Musik Tangerine Dream erinnert.
Absolut empfehlenswert!
 


 
 

Foto: Thorsten Dirr

Fola Dada, die in Stuttgart lebende afrodeutsche Jazz- und Soulsängerin, Frontfrau von HATTLER und regelmäßiger Gast bei der SWR-Big Band hat sich vier Jahre Zeit genommen, um Songs für ihr neues Album „Earth“ zu schreiben und via Crowdfunding zu finanzieren.

Nun endlich, das sind ihre eigenen Worte, liegt ein neuer Weg, ein neues Kapitel vor ihr. Sie ist erwachsen geworden, kennt sich besser als jemals zuvor und kann mit einer gereiften Stimme ihre neue, eigene Musik vorstellen. Dabei bleibt sie ihren musikalischen Wurzeln treu, trennt diese jedoch nicht mehr voneinander: Jazz ist drin, Soul lässt sich nicht vermeiden, handgemachte Clubmusik kommt von Herzen, Texte über das Ich, Du, die anderen. Der konzeptionelle Anspruch an das Album führt den Gedanken an Erde auch klanglich fort: warm, rauchig, tief, voll, samtig dahingleitend, gewichtig, impulsiv.

Die Band auf diesem Album hat sich im Stuttgarter Jazzclub BIX gefunden.
Dort hat sie eine Konzertreihe namens „Groove Is In The Heart“.

Im Juni 2016 trafen Ulf Kleiner (Keyboards: u.a. Jeff Cascaro, De- Phazz), Tommy Baldu (Schlagzeug: u.a. Ringswandl, Vereinsheim), Krischan Frehse (Bass: u.a. Heavytones, Xaver-Fischer-Trio) und Joo Kraus (Trompete & Flügelhorn: u.a. JooJazz, Tab Two) aufeinander. Das Zusammenspiel war so stimmig, so herzerfüllend, einfach richtig und für Fola die Antwort auf die Frage „Welche Band soll meine Songs spielen?“.

Autotune oder Melodyne sucht man auf „Earth“ vergebens, alles ist live gespielt und immer ist viel Platz für die volle, weiche Stimme von Fola Dada.

Das Ergebnis ist ein wunderschönes Album zwischen Soul, Jazz und etwas Electronic und hat mit dem dubbig-spacigen ‘Waiting In Vain’ einen der schönsten Bob Marley Coverversionen, die ich je gehört habe.

Enjoy!
 


 

‘Earth’ Live: (vorläufig – aktuelle Termine unter www.fola-dada.de/#termine)
24.10.2018 Nürnberg/Jazzstudio
25.10.2018 Lübbenau/Swingladen im Schloss
26.10.2018 Berlin/A-Trane
27.10.2018 Stuttgart/Bix
11.11.2018 Frankenthal/Gleis 11
16.11.2018 Bühl, Gecco

 

 

Drei Jahre nach ihrem erfolgreichen Debüt “Shades of Black”, das auf Platz 8 der deutschen Charts kam und ihr 2016 den European Border Breakers Award einbrachte, meldet sich die 27-Jährige Sängerin as den Niederlanden mit ihrem zweiten Album “Cheap Smell” zurück – mit neuer Band und neuem Produzenten:

“Ich wollte nicht zum Alten zurück, denn Oscar hatte eine sehr streng ausgerichtete Marschrichtung. Ich wurde manchmal mehr in seine Richtung gezogen, als ich eigentlich wollte. Also wollte ich ein bisschen mehr von dem zeigen, was ich mir vorstellte. Meine letzte Schulband hieß Cheap Smell, so habe ich auch das Album genannt. Das war das letzte Projekt, dass ich vorher selbst geführt habe, und für das neue Album ging ich in meinem Kopf zurück in jene Zeit, um von dort aus weiterzumachen.”
Sharon Kovacs

Auf ‘Cheap Smell’ erzählt Kovacs von persönlichen Erfahrungen, Liebe und Beziehungen, Party-Kids und Hedonismus.

„Das Album behandelt meine Reise, auf der ich herausfand, dass ich lernen muss, mit mir selbst glücklich zu sein und einige Teile an mir zu akzeptieren, die vielleicht nicht perfekt sind.“

Musikalisch tritt das theatralische des Debütalbums etwas in den Hintergrund und der Fokus liegt diesmal mehr auf Soul, was mir sehr gut gefällt. Mit ihrer besonderen Stimme gilt Kovacs für mich als eine der besten Soul-Sängerinnen der Gegenwart und erinnert teilweise an Amy Winehouse oder Eartha Kitt.

Fazit:
‘Cheap Smell’ ist ein äußerst gelungenes ‘zweites’ Album und gehört jetzt schon zu meinen Alben des Jahres.

Solltet ihr unbedingt am reinhören: