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Friska Viljor 2018 by Dennis Dirksen

Wie bereits beim Überraschungsauftritt auf dem letztjährigen Reeperbahn Festival klar wurde, schlagen Friska Viljor auf “Broken” dieses mal andere Töne an, als man es von ihnen gewohnt war. Grund dafür ist eine tiefgreifende Lebens- und Sinnkrise von Sänger Joakim Svenigsson, ausgelöst durch die Trennung von seiner Lebenspartnerin und dem dadurch folgenden Auseinanderbrechen seiner Familie. Dies führte dazu, dass Sveningsson im freien Fall in die Krise stürzte, die auch fast das Ende der Band bedeutet hätte.

Dementsprechend düster fällt “Broken” aus. Die Reihenfolge der Songs stellt dabei auch den chronologischen Ablauf der gesamten Krise dar. Von den ersten Zweifeln über den dumpfen Schock, die Selbstzweifel, die Trauer und das Vermissen, flankiert von persönlichen Abstürzen. Dies alles wird in einer derart intimen Weise dargestellt, dass das Hören von “Broken” einem Blick in die Seele von Sveningsson gleicht. Einige der tieftraurigen Songs auf dem Album sind alles andere als leichte Kost. Es lohnt sich aber, sich auf “Broken” einzulassen, denn schon nach kurzer Zeit entfaltet sich ein ganz eigener, dunkler Kosmos, der einen in seinen Bann zieht. “Broken” ist das stärkste Album der Band seit Jahren, wenn nicht sogar das stärkste ihrer Karriere.

Der bereits als Vorab-Single veröffentlichte Album-Opener ‘Unless You Love Me’, scheint dem ersten Eindruck nach überraschend positiv zu sein – eine herrlich unprätentiöse wie auch eingängige Indierock-Nummer, die Assoziationen zu den frühen Weezer, Nada Surf oder den schwedischen Indie-/Punk-Ikonen Bob Hund hervorruft. Beschäftigt man sich jedoch mit dem Text, wird schnell klar, dass es, wie so oft bei Friska Viljor, eine zweite Ebene gibt und sich hinter der lieblichen Melodie ein deutlich ernsterer Text verbirgt. So singt Sveningsson: „I am not in love with you If you are not in love with me so I want to break up!“
 


 

 

 
 
Bei folgenden Daten sind Friska Vlijor live zu erleben:

 

 

 

 

Tracklist:

1. Mattes of wire – Aztec Camera
2. (There’s always) something on my mind – The Pale Fountains
3. Numb – The Room
4. Portrait – Five or Six
5. You should all be murdered – Another Sunny Day
6. Simply this – Harrison
7. The view from her room – The Weekend
8. Whole point of no return – The Style Council
9. I must confess – Everything but the Girl
10. Venceremos – We will win (Jazz Dance Special 12″ edit) – Working Week feat. Tracy Thorn & Robert Wyatt
11. Thinking of you – The Colour Field
12. North Marine Drive – Ben Watt
13. Blue girls – Pulp
14. Melancholy man – The Wake
15. Horsin’ around – Prefab Sprout
16. Kingsize (You’re my little steam whistle) – Haircut One Hundred
17. Flesh of my Flesh – Orange Juice
18. Do the du – A Certain Ratio

 

 

 

 

 

 

 

Spätestens mit ihrem selbstbetitelten 2017er Minialbum und einem Sound, der oft zu Vergleichen mit Genre-Größen wie Kurt Vile oder The War On Drugs führte, verzückte die Londoner Band Leif Erikson die internationale Bloglandschaft. Nun gehen sie mit einer genreübergreifenden Single wieder an den Start, das Video schließt an die Verspieltheit und Verschachtelung der Musik an:
 

 

 


 

 

Erstes Video aus dem neuen Bilderbuch Album „Mea Culpa“:
 

 

 

Credit: Hendrik Schneider

Bilderbuch haben ‘ne Menge neuer Songs geschrieben – genug, um damit zwei Platten zu füllen.

Die erste, „Mea Culpa“ ist bereits wie aus dem Nichts erschienen, am 22.2.2019 folgt mit „Vernissage My Heart“ die zweite.

Auf “Mea culpa” nehmen Bilderbuch das Gas etwas raus und Hits sucht man vergebens. Dafür gibt es wieder den großartigen Umgang mit der deutschen Sprache und musikalisch wird es raffiniert. Das erschließt sich vielleicht nicht sofort, aber beim mehrmaligen Hören entfalten die Songs nach und nach ihre ganze Wirkung.

So ging es zumindest mir.

Aber bildet euch eure eigene Meinung:
 


 
 
TOURDATEN
08.12.2018 AT-Zell am See – Skiopening
06.04.2019 Würzburg – Posthalle
07.04.2019 Stuttgart – Beethovensaal
08.04.2019 Offenbach – Capitol
09.04.2019 Oberhausen – Turbinenhalle
11.04.2019 Leipzig – Haus Auensee
12.04.2019 Hannover – Capitol
13.04.2019 Köln – Palladium
14.04.2019 Kassel – Stadthalle
16.04.2019 München – Zenith
17.04.2019 Hamburg – Docks
18.04.2019 Berlin – Columbiahalle
24.04.2019 Innsbruck – Dogana
25.04.2019 CH-Basel -Volkshaus
26.04.2019 CH-Zürich – X-Tra
24.05.2019 AT-Wien – Open Air Schloss Schönbrunn
13.07.2019 AT-Linz – Donaulände Open Air
24.08.2019 AT-Linz – Freiluftarena B

Tickets: www.feinsteseide.at
 

 


 

 

Der einzige Intrumentaltrack aus GREGOR McEWANs aktuellen Album 
FROM A TO BEGINNING hat jetzt auch ein Video bekommen.

Sehr schön!

 

“… Unerwartetes und eben deswegen grandioses Highlight des Albums: Das chorale Instrumental [Untitled]…”
(Musikexpress)

 

Soundtracks for Living - Volume 89 - Guest Mix by Steve Eddins

 

 

MY KIND OF PEOPLE  ist das neueste Video aus dem Album
“The Black Pearl Tapes, Vol. 1” des Amadinda Sound Systems.

Der Song lebt vom Zusammenspiel der Amadinda (ugandische Variation eines Xylophons), Endere (Flöte) und One String Fiddle mit roughen Electro Beats.

Passend dazu wurde das Video in den Slums von Kampala gedreht
inklusive Schutzgeld an den lokalen Ganglord.
 


 

 

 

Die Stuttgarter Indiepop-Band Astral Taurus um Multi-Instrumentalist, Sänger und Songwriter André Kretschmar hat ihr erstes Musikvideo veröffentlicht.

Musikalisch bewegt es sich zwischen 80er Jahre inspirierten Synth Pop und Indiepop.

Check it out!
 


 

 

 

 

 


 

 

Credits: Paul Glaser

Mit „heute. gestern.“ hat der Schraubenyeti ein Konzept-Album geschaffen, welches über sein klaviertuoses Einsiedlertum hinausgeht. Nicht nur seine Band „das Mammut“, sondern auch Bläser, Streicher und ein Chor sind dabei. Das Konzept hinter dem Doppelalbum ist simpel: zwei Platten – je zwei Songs, die etwas verbindet. Das heißt, jeder Song auf „heute“ findet sein Gegenstück auf „gestern“ wieder.  Und dabei traut er sich an Themen, die über melancholische Liebeslieder und den Morgen danach hinausgehen: Populismus, Depression und die große Frage: „..taumeln wir alle durch die Aorta des Wals?“.