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Wiederveröffentlichung aus den verschollenen Archiven von Springline Records, einem der am meisten unterschätzten Reggae- und Dub-Labels des Vereinigten Königreichs, das von 2003 bis 2012 aktiv war. Mit Künstlern, die hauptsächlich aus dem britischen Underground kamen, war der Stil des Labels stark von der jamaikanischen Roots-Musik der 70er Jahre beeinflusst, mit einem Sound, der dem von Lee ‚Scratch‘ Perrys Black Ark Studio sehr ähnlich war. Nach 10 Jahren Betrieb, zwei Vinyl-Veröffentlichungen und vielen Tapes und digitalen Veröffentlichungen stellte das Label 2013 seinen Betrieb ein.

Aufgenommen in den legendären CAF Studios, wurden Let’s Make Waves und Soul Fighter von der Band Creation Rockers ursprünglich im Jahr 2012 als Extended Play veröffentlicht. Die Bandmitglieder waren Brad Τurner alias The Mank.
Zehn Jahre später beleuchten wir diese obskure Veröffentlichung unter Beibehaltung des Original-Artworks, aber mit drei raren Tracks, die auf der ursprünglichen Veröffentlichung nicht enthalten waren.
Dubophonic Records

 

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Die Doppel-LP MUSICASIÓN 4 ½ – 50th Anniversary Remastered Reissue ist eine gemeinsame Wiederveröffentlichung von Crammed Discs und Juana Molinas neu gegründetem Label Sonamos.

Die Erstveröffentlichung des Albums fand während der Militärdiktatur in Uruguay im Jahr 1971 statt und hatte auf Juana Molina als Kind einen großen und bis heute nachhallenden Einfluss. Kein Wunder daher, dass die Wiederveröffentlichung auf ihrem eigenen Label für sie eine Herzensangelegenheit war und ist, die sie mit endloser Geduld in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Mario Agustin Gonzalez verfolgt hat. Die Neuausgabe zum 50. Geburtstag ist streng limitiert und enthält die frisch gemasterte Original-LP, ein umfangreiches Booklet und eine zweite LP mit sechzehn bislang unveröffentlichten Stücken.

„Musicasión“ war der Name einer Veranstaltungsreihe einer Künstlergruppe in Uruguay, die Elemente aus Theater, Lyrik, improvisierten Bühneneffekten und Musik in einer ganz eigenen Mischung zusammenbrachte. Rock (der damals „Beat“ genannt wurde, eine doppelte Referenz an die britischen Popbands der 1960er und die Texte der Beat Generation) traf auf Candombe (ein von Percussion angetriebener Musikstil, der von den Nachkommen befreiter afrikanischer Skaven in Uruguay kreiert wurde), Tango, Jazz und Bossa Nova. Eine ähnliche Richtung, die brasilianische Tropicália, entstand zeitlich parallel dazu.

Der große Singer/Songwriter und Komponist Eduardo Mateo und sein Freund, der Lyriker, Schauspieler und Theaterregisseur Horacio Buscaglia waren die führenden Köpfe hinter dem Konzept. Im Jahr 1969 brachten sie vier unterschiedliche „Musicasión“-Produktionen mit insgesamt vierzehn Aufführungen auf die Bühne. Neben Mateos Band El Kinto waren viele weitere Künstler*innen involviert. Das Originalalbum wurde 1971 mit Aufnahmen zusammengestellt, die vor und während der Aufführungen mitgeschnitten worden waren.

Außerhalb Uruguays erreichte die Originalveröffentlichung damals kein großes Publikum, und im Land selbst war die subversive Natur einiger ihrer Texte nicht gerade förderlich für die Unterstützung der Behörden. Im kulturellen Untergrund hinterließ das Album aber Spuren. Eduardo Mateo verstarb 1990 und mit der Veröffentlichung seiner Biographie vier Jahre später fing die internationale Aufmerksamkeit an seinem Werk beständig an zu wachsen.

Inmitten des Pandemiejahrs 2020 tauchte auf fast magische Weise ein ganzer Schwung an bislang unveröffentlichten Bändern auf, durch die der 50. Geburtstag von Musicasión 4 ½ mit mehr als „nur“ dem Originalalbum gefeiert werden konnte. Die Neuausgabe enthält das komplette, von einer kürzlich gefundenen Sicherheitskopie neu gemasterte Originalalbum inklusive Texten und Gedichten, die durch ihre politisch aufgeladenen Inhalte damals der Selbstzensur zum Opfer fielen, und auch bei Nachfolgeausgaben nicht berücksichtigt wurden. Dazu kommt ein mit sechzehn Aufnahmen derselben Musiker*innenriege bestücktes zweites Album, das aus den ursprünglichen Tapes zusammengestellt ist.

Aus Rechtegründen erscheint das Album ausschließlich als streng limitierte Doppel-LP (mit einer Option auf mögliche spätere CD-Veröffentlichung), aber nicht als Stream oder Download!

Auf Spotify z.B. gibt es nur die Originalversion zu hören:

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(The Staples Jr. Singers 2022, von links nach rechts: A.R.C. Brown (guitar, age 63), Annie Brown Caldwell (vocals, age 62), Edward Brown (vocals, age 64). Photo Credit: Eliza Grace Martin)

David Byrnes Label Luaka Bop hat das einzige Album „When Do We Get Paid“ der Staples Jr. Singers wiederveröffentlicht.

Eine unglaublich seltene Aufnahme, von der in den letzten 40 Jahren nur eine Handvoll Exemplare erhalten geblieben sind.
1975, als „When Do We Get Paid“ veröffentlicht wurde, waren die Staples Jr. Singers noch Teenager und verkauften die selbst gepressten Platten bei Konzerten und über den Zaun an Nachbarn. Mit ihren vom Soul beeinflussten Gospelsongs, die zeitgemäße, subtile soziale Botschaften enthielten, reagierten die Staples Jr. Singers auf das, was sie im Süden sahen: die Kämpfe der schwarzen community, der Backlash nach Beendigung der Rassentrennung und das Civil Rights Movement.

Wie viele Gospelgruppen dieser Zeit waren auch die The Staples Jr. Singers eine family band: Annie Brown Caldwell war 11, A.R.C. Brown 12 und Edward Brown war erst 13, als sie begannen, bei Talentshows in der Schule, in örtlichen Kirchen und in Vorgärten in der Nähe ihrer Heimatstadt Aberdeen, Mississippi, am Ufer des Tombigbee River aufzutreten. Wie unter Gospelgruppen üblich, benannten sie sich nach ihren Vorbildern: The Staple Singers. Mit zunehmender Bekanntheit, begannen sie, durch das Delta und den Bible Belt zu reisen und an den Wochenenden in ihren Familienvan zu steigen, um bis zu drei Shows pro Tag zu spielen. Damals wurde die Rassentrennung im Süden zwar auf dem Papier aufgehoben, aber nicht immer in der Praxis, und die Staples Jr. Singers waren sich nicht immer sicher, wie sie aufgenommen werden würden – ob ein neues Publikum sie willkommen heißen würde, ob die örtlichen Restaurants sie bedienen würden.

Während die Staples Jr. Singers seit der Ära von „When Do We Get Paid“ einen ganzen Katalog von Gospelmusik geschrieben haben, hat der beschwörende Funk dieser Musik für die ursprünglichen Mitglieder der Band immer noch die Kraft, einen Weg aus dunklen und unruhigen Zeiten zu weisen. Auch heute noch tritt die Familie regelmäßig in örtlichen Kirchen und bei Veranstaltungen auf – alle vier Generationen (und es werden immer mehr!) strotzen nur so vor musikalischem Talent – allerdings immer unter anderen Bandnamen.
 

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