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Liraz by Ronen Fadida

Vor zwei Jahren veröffentlichte die israelisch-persische Schauspielerin und Sängerin Liraz ihr letztes Album „Naz“, am 13.11.2020 folgte mit „Zan“ (Farsi für „Frau“) der Nachfolger.

Für ihren wunderbaren Mix aus Electro-Pop, der auf pulsierende Dance-Rhythmen und Retroklänge aus Persien trifft, arbeitete Liraz online mit KomponistInnen und MusikerInnen aus dem Iran zusammen, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben mussten.

Mit den Songs erfüllt sich Liraz ihren Traum, tief in die Seele des Landes einzutauchen, das in ihrem Herzen wohnt und mit Geschichten ihrer Eltern aus Liraz‘ Kindheit besiedelt ist – das sie aber selbst noch nie gesehen hat.

Liraz‘ Familie, iranische Juden, zogen in den 1970er Jahren nach Tel Aviv. Obwohl Liraz in Israel aufwuchs, glaubte sie immer daran, dass „meine Kultur iranisch ist“.
Als sie für drei Jahre in die USA zog, um als Schauspielerin in großen Filmproduktionen wie A Late Quartet und Fair Game zu arbeiten, hatte sie so etwas wie eine Offenbarung.

Sie fand in Los Angeles eine riesige iranische Gemeinschaft:

„Es gibt hier Millionen von Iranern, so viele, dass ich anfing, es Tehrangeles zu nennen. Plötzlich fühlte ich mich neben Israel noch woanders zugehörig. Ich hörte die Musik aus der Zeit vor der Revolution und fing an, sie zu sammeln. Einige davon stammte von Frauen, die nach der Revolution nicht mit dem Singen aufhörten, wie sie es sollten. Sie verließen den Iran, damit sie weitermachen konnten und ich hörte den Mut in ihren Stimmen. Dadurch merkte ich, dass ich nicht schauspielern, sondern singen wollte.“

Und das machte Liraz: 2018 erschien das Album „Naz“, für das sie in Farsi schrieb und sang. Dabei erforschte die Musik zuweilen die Klangwelt der iranischen Popmusik vor der Revolution. Zum ersten Mal fand Liraz ihre Stimme erblühen und das Loch in ihrem Herzen sich füllen.

Für das nächste Album wollte Liraz mit iranischen Musikern arbeiten.

„Zuerst erschien die Idee wie eine Phantasie, aber ich hatte viel Glück: einige Menschen im Iran hatten „Naz“ gefunden und sich online mit mir in Verbindung gesetzt. Musiker schickten mir Videos; manche schrieben mir jeden Tag. Ich postete Fragen, nach unterschiedlichen Spielern und Instrumenten. Über mehr als eineinhalb Jahre nahmen die Songs für Zan Gestalt an. Manche hatten Angst, da mir zu helfen gegen das Gesetz verstieß, und baten mich, ihre Namen nicht zu nutzen.“

Liraz‘ Musik ist Underground-Musik im besten Sinne des Wortes, politische Popmusik, eine Mischung aus traditionellen persischen Instrumenten, Club-Beats und Call-to-Action-Melodien.
 

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